Rethinking Cold War Science

Tagungstelegramm: Cooperation and Competition beyond Borders in the Cold War

Kooperation und Konkurrenz schließen sich nicht aus, sondern sind in einem spannungsreichen Interaktionsverhältnis miteinander verflochten. Der prominente Wissenschaftshistoriker John Krige hat in seinem Vortrag am Donnerstag, 22. November, am Institut für Zeitgeschichte in München gezeigt, dass Wissen im Kalten Krieg zu einem wichtigen Instrument der Außenpolitik avancierte - im Umgang mit Verbündeten und Gegnern. Dies gilt, wie der Vortrag veranschaulichte, vor allem für die USA, die auf dem Feld der Wissenschafts- und Technologiepolitik als globaler Akteur auftraten.

 

Der Abendvortrag von John Krige war Teil des Workshops "Rethinking Cold War Science: Cooperation and Competition Beyond Borders", der am 22. und 23. November in der Graduiertenschule  für Ost- und Südosteuropastudien in München stattfand. Organisiert wurde der Workshop vom Forschungsfeld "Kalter Krieg" der DFG-Forschergruppe "Kooperation und Konkurrenz in der Wissenschaft". Im Fokus standen die beiden Projektvorstellungen von Darina Wolf (Ludiwg-Maximilians-Universität München) und Liza Soutschek (IfZ München - Berlin), welche von der Forschergruppe zusammen mit ihren Gästen Martin Deuerlein (Tübingen), John Krige (Atlanta), Julia Richers (Bern) und Eglė Rindzevičiūtė (London)  und deren Beiträgen diskutierte. Dabei wurde das Spannungsverhältnis von Kooperation und Konkurrenz in der Wissenschaft im Kalten Krieg insbesondere auf den Gebieten der Raumfahrt und der Systemwissenschaft ausgelotet. Ein ausführlicher Bericht wird in Kürze bei H-Soz-Kult erscheinen.



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