Deutsche Außenpolitik 1961

Tagungstelegramm: Präsentation eines Editionsbandes der Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland

Das außenpolitische Panorama des ereignisreichen Jahres 1961 veranschaulichen die ausgewählten Dokumente zur Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland, die Eingang in einen Editionsband der Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland gefunden haben. Außerhalb des üblichen Turnus unmittelbar nach Ablauf der Aktensperrfrist hat das IfZ nun auch diesen bislang fehlenden Jahrgang bearbeitet. Er wurde am Dienstag, 2. April 2019, im Auswärtigen Amt vorgestellt.

1961 stand im Zeichen der Berlin-Krise, die im Bau der Mauer kulminierte. Zahlreiche der 566 vormals geheimen Dokumente zeigen das Ringen der Bundesregierung mit den westlichen Alliierten um Maßnahmen gegen befürchtete Sperrungen auf den Zugängen nach Berlin. Gleichzeitig wurde über eine NATO-Atomstreitmacht, eine europäische politische Union sowie einen EWG-Beitritt Großbritanniens debattiert und der Eichmann-Prozess in Jerusalem verdeutlichte, wie sehr die Bonner Außenpolitik noch im Schatten der NS-Zeit stand. Nach einer Begrüßung durch Elke Freifrau von Boeselager, Leiterin des Politischen Archivs des Auswärtigen Amts, und Mitherausgeberin der AAPD Hélène Miard-Delacroix (Université de Paris-Sorbonne) wurde der Jahrgang 1961 von Bernd Greiner (Berliner Kolleg Kalter Krieg) vorgestellt. Anschließend diskutierte Bernd Greiner mit der Bearbeiterin des Bandes Mechthild Lindemann (Institut für Zeitgeschichte München–Berlin). Die Moderation übernahm Hélène Miard-Delacroix. Die Veranstaltung erfolgte in Kooperation mit dem Berliner Kolleg Kalter Krieg.



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