Neuere Arbeiten zur Zeitgeschichte

Vom 26. bis 28. Juni fand das traditionelle Doktorandenseminar des Instituts für Zeitgeschichte, der Universitäten Bonn und Mainz und der Pariser Sorbonne statt. Das Netzwerk für den wissenschaftlichen Nachwuchs kam in diesem Jahr im IfZ in München zusammen. Teilnehmerin Valérie Dubslaff durfte sich in diesem Rahmen über den Dissertationspreis des Deutsch-Französischen Historikerkomitees freuen.

46 Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen haben sich Ende Juni in München eingefunden, um sich über ihre laufenden Dissertationsprojekte auszutauschen: Die Doktorandinnen und Doktoranden des Instituts für Zeitgeschichte (Prof. Dr. Andreas Wirsching) waren mit 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besonders stark vertreten. Die restlichen Nachwuchskräfte entstammen den Lehrstühlen für Neuere und Neueste Geschichte an den Universitäten Bonn (Prof. Dr. Joachim Scholtyseck) und Mainz (Prof. Dr. Andreas Rödder) sowie dem Lehrstuhl für deutsche Zeitgeschichte an der Universität Paris-Sorbonne (Prof. Dr. Hélène Miard-Delacroix).

Drei intensive Tage im IfZ erwartete den deutsch-französischen Historikernachwuchs: Vorgestellt und diskutiert wurden im Plenum zwölf Dissertationsprojekte. Am Donnerstag wurde die Gruppe in drei Diskussionsrunden aufgeteilt: Der Workshop-Nachmittag diente dem Austausch von Doktorandinnen und Doktoranden in ihren jeweiligen Promotionsphasen. Auch neben dem Programm im Vortragssaal und den Workshop-Gruppen hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausreichend Gelegenheit, um sich in kleineren Gruppen näher kennenzulernen und ihre Anliegen zu besprechen. Als kulturelles Begleitprogramm erkundeten sie in zwei Stadtführungen München, wahlweise die Altstadt oder die Residenz.

Besonderer Höhepunkt war der Donnerstagabend: Der Pariserin Valérie Dubslaff, die in den vergangenen Jahren stets selbst am Kolloquium teilnahm, wurde der Dissertationspreis des Deutsch-Französischen Historikerkomitees verliehen. Ihre herausragende Arbeit „Les femmes et l'extrême droite politique en République fédérale d'Allemagne. Le Parti national-démocrate d'Allemagne (NPD) à l'épreuve du genre, 1964–2017“ ist von Hélène Miard-Delacroix und Andreas Wirsching betreut worden, die sich mit der frisch Promovierten über die Auszeichnung freuten.

Das Deutsch-Französische Doktorandenseminar hat sich als fester Bestandteil der Nachwuchsförderung am Institut für Zeitgeschichte etabliert und findet einmal im Jahr statt. In Fortsetzung bereits erprobter Doktorandentage, die auf die frühere Augsburger Lehrtätigkeit des IfZ-Direktors zurückgehen, hat das IfZ im Jahr 2012 ein Netzwerk aufgebaut, das die Doktorandinnen und Doktoranden regelmäßig mit dem Wissenschaftsnachwuchs anderer Universitäten in Austausch bringt.



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