Druckfrisch: VfZ 3/2026

Das Juliheft der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte ist erschienen

Zum 85. Jahrestag des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 erinnern die Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte mit einer von Pavel Polian und Yuliya von Saal erarbeiteten Dokumentation an den millionenfachen Tod kriegsgefangener Rotarmisten in deutscher Hand. Sie präsentieren mit dem Tagebuch des aus Kasachstan stammenden Kriegsgefangenen Sergej Voropaev aus dem Jahr 1944/45 eine wahrscheinlich einzigartige Quelle, die den von Hunger, Gewalt, Krankheit und Zwangsarbeit geprägten Alltag in den Lagern und Arbeitskommandos bezeugt.

Ein aktuelles Thema greift auch das achte Podium Zeitgeschichte auf, das sich in interdisziplinärer Perpektive mit der Frage „Parlamentarische Repräsentation in der Krise?“ beschäftigt – eine Frage, auf die Andreas Biefang, Dominik Geppert und Andreas Wirsching sowie Michael Koß, Philip Manow, Christoph Schönberger und Tine Stein ebenso differenzierte wie überraschende Antworten geben. Das Podium Zeitgeschichte ist bis zum Erscheinen des nächsten Hefts im Free Access zugänglich.

Darüber hinaus enthält das Juliheft einen Aufsatz von VfZ-Chefradakteur Thomas Schlemmer, der anhand deutsch-italienischer Soldatenbilder und der langen Schatten der gemeinsamen Kriegsvergangenheit den Ursachen für die Persistenz von Vorurteilen und Stereotypen nachspürt, sowie von Anna Corsten über Bayern und das Reichsvermögen im Spannungsfeld von föderativer Ordnung, demokratischem Aufbau und NS-Vergangenheit. 

Abstracts zu den einzelnen Beiträgen und weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der VfZ.

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