In seiner Laudation betonte der Wissenschaftsminister das besondere Engagement von Andreas Wirsching für die Geschichtswissenschaft, aber auch für eine demokratische Öffentlichkeit: „Sie sind eine der prägenden Stimmen Ihrer Zunft und Sie verstehen die Geschichtswissenschaft als Dienst an der Demokratie. Ob in Debatten über die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie oder bei der Einordnung geschichtsklitternder Aussagen: Sie sprechen Klartext.“
Der Minister hob das umfangreiche wissenschaftliche Werk des früheren IfZ-Direktors hervor, mit dem er die deutsche Zeitgeschichtsforschung bereichert und als Doktorvater eine ganze Historikergeneration geprägt habe. Als Direktor des IfZ habe er das Institut zu einem international renommierten Zentrum der Zeitgeschichtsforschung weiterentwickelt. Mit Einrichtungen wie dem Zentrum für Holocaust-Studien und dem Berliner Kolleg Kalter Krieg sowie der Edition von „Mein Kampf“ und der Neukonzeptionierung der Dokumentation Obersalzberg habe er dem Institut zusätzliche internationale Strahlkraft verliehen. „Sie haben sich als Wissenschaftler, Historiker und Institutsleiter große Verdienste um Wissenschaft und Demokratie in Bayern erworben.“
Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verleiht die Auszeichnung PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM an herausragende Persönlichkeiten für deren Verdienste um Wissenschaft und Kunst. Ziel der Ehrung ist es, Wissenschaft und Kunst als Einheit zu begreifen und ihre Bedeutung für Gesellschaft und Zukunft sichtbar zu machen. Pro Jahr werden nur bis zu acht Auszeichnungen vergeben.
Wir gratulieren Andreas Wirsching sehr herzlich für diese große Ehrung!