Das Stadtarchiv München, das Institut für Zeitgeschichte München–Berlin und die Universität Augsburg veranstalten am 13. und 14. Oktober eine Tagung zum Thema „Planung, Protest, Partizipation: München nach Olympia 1972 – Stadtgeschichte im Vergleich“, die im Rahmen eines von der Landeshauptstadt München geförderten Projekts zur Geschichte der Stadt zwischen 1972 und 1993 stattfindet. Die urbane Transformation nach dem Ende des „Wirtschaftswunders“ bis in die ersten Jahre der Berliner Republik steht im Zentrum des Interesses. Die Tagung geht von München aus, nimmt aber allgemein urbane Veränderungsprozesse seit den 1970er Jahren in den Blick; Beiträge zu anderen (west-)deutschen Großstädten sind daher willkommen.
Die Tagung fragt nach den Strukturen, Prozessen und Akteuren, die Politik in der Großstadt bestimmten, nimmt zentrale Politikfelder wie Stadtplanung- und Stadtentwicklung, Verkehr, Wohnen, Umwelt oder Migration in den Blick und richtet den Fokus auf neue Ansprüche und Formen der politischen Teilhabe der Bürgerschaft, auf soziale Gruppen an der prekären Peripherie der Stadtgesellschaft und auf die Auseinandersetzung um die Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raums.
Die Tagung soll insbesondere der Vorstellung laufender oder kürzlich abgeschlossener Projekte dienen und die Diskussion zwischen jüngeren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie etablierten Kolleginnen und Kollegen fördern. Interdisziplinärer Austausch und Impulse von Fachgebieten jenseits der Geschichtswissenschaft sind ausdrücklich erwünscht. Die Tagungssprache ist Deutsch. Der Tagungsort ist München. Ein Sammelband auf Basis dieser Tagung ist geplant.
Interessentinnen und Interessenten wenden sich bitte bis zum 24. April 2026 an: Julia Mertens, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin (mertens[at]ifz-muenchen.de), und Marc Schmidt, Universität Augsburg (marc.schmidt[at]uni-a.de).
Den ausführlichen Call for Papers mit den genauen Bewerbungsmodalitäten finden Sie hier.