Matthias Daufratshofer und Peer Oliver Volkmann, die beiden stellvertretenden Projektleiter, sehen die Online-Edition als erstrangige Quelle, um sich sachlich und differenziert mit Michael von Faulhabers oftmals widersprüchlichem Verhalten in den Zeitläuften der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auseinanderzusetzen. „An die Stelle eines eindimensionalen Schwarz-Weiß-Bildes dürfte nun ein Porträt mit vielen Grauschattierungen treten“, wie Daufratshofer betont.
Bei einer großen Abschlussveranstaltung in der Katholischen Akademie Bayern hatte die Öffentlichkeit Gelegenheit, das Projekt und sein Team kennenzulernen. Musikalisch umrahmt von Schülerinnen und Schülern des Münchner Wittelsbacher-Gymnasiums unter der Leitung von Anna Kagerer stellten Peer Oliver Volkmann, Hubert Wolf und Matthias Daufratshofer die Tagebücher und die geleistete Editionsarbeit vor. Eine weitere Schülergruppe aus dem Fachbereich Geschichte des Wittelsbacher-Gymnasiums unter der Leitung von Regina Schlemmer trug aus zentralen Tagebucheinträgen Faulhabers vor. Als Vertreter des Erzbistums München und Freising hob auch Generalvikar Christoph Klingan die Bedeutung der Online-Edition hervor. Sie leiste einen wesentlichen Beitrag zu einer „offenen und fachlich fundierten Diskussion“ über die Person Michael von Faulhabers.