Wechsel an der Spitze der Forschungsabteilung Berlin

Hermann Wentker geht nach über 30 erfolgreichen Jahren in den Ruhestand, Dierk Hoffmann tritt seine Nachfolge als Abteilungsleiter an.

In Berlin würdigten IfZ-Direktorin Isabel Heinemann und ihre beiden Vorgänger Andreas Wirsching und Horst Möller die Verdienste von Hermann Wentker und verabschiedeten ihn in den Ruhestand. Wentkers Nachfolge tritt nun sein bisheriger Stellvertreter, Dierk Hoffmann, an.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1994 war Hermann Wentker in der Forschungsabteilung Berlin tätig, seit 1998 als ihr Leiter, und hat ihren Aufbau und ihre Arbeit maßgeblich geprägt. Mit seinen Arbeiten zur Geschichte der DDR und zur Geschichte der internationalen Beziehungen setzte er wichtige Akzente in der Zeitgeschichtsforschung.

Mit Dierk Hoffmann folgt ihm ein gleichsam ausgewiesener Kenner der DDR-Geschichte und der Transformationszeit als Leiter nach. Auch Hoffmann war von Beginn an in der Forschungsabteilung Berlin tätig. 

Die Forschungsabteilung Berlin ist entstanden, als mit dem Ende der DDR nach 1990 bisher unzugängliche Quellen für die historische Forschung geöffnet wurden. Ziel des IfZ unter ihrem damaligen Direktor Horst Möller war es, dank einer Dependance zunächst in Potsdam, ab Sommer 1996 in Berlin – in direkter Nähe des Bundesarchivs – arbeiten und Kontakte mit Kolleginnen und Kollegen in Ostdeutschland intensivieren zu können. 1993 konnte mit dem Aufbau der Forschungsabteilung Berlin begonnen werden, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon nach wenigen Jahren beachtliche Werke vorlegten.

Mittlerweile ist außerdem das Berliner Kolleg Kalter Krieg an der Forschungsabteilung Berlin angesiedelt. Das gemeinsam mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Humboldt-Universität zu Berlin organisierte Kolleg ist ein Ort internationalen Wissenschaftsaustauschs und der Weiterentwicklung einschlägiger Forschungen zum Kalten Krieg.

Neben der Geschichte der SBZ und DDR widmet sich die Forschungsabteilung Berlin der politischen und gesellschaftlichen Transformationen der jüngeren deutschen und europäischen Zeitgeschichte. Darüber hinaus sind am Standort Berlin Teile der NS-Forschung des IfZ verortet, darunter das große Editionsprojekt zur Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden (VEJ), das auch in englischer Sprache erscheint (“The Persecution and Murder of the European Jews by Nazi Germany, 1933-1945", kurz PMJ). 



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