20.06.2017

Auf den Spuren des Holocausts im Baltikum



Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentrums auf Exkursion nach Riga, Vilnius und Kaunas

 

Die Vernichtungspolitik des "Dritten Reiches" fand nicht primär auf dem Boden des Deutschen Reiches statt. Vielmehr war der Holocaust eng mit dem Versuch verbunden, auf osteuropäischem Territorium ein kontinentales, nach rassistischen Prinzipien geordnetes Imperium zu errichten und die jüdische Bevölkerung Osteuropas in zahllosen Massakern und Aktionen zu ermorden. In diesem Zusammenhang fielen auch zahlreiche deutsche (und auch Münchner) Juden, die nach Osteuropa bzw. ins Baltikum deportiert worden waren, dem Holocaust zum Opfer. Dabei wurden zugleich bedeutende geistige und kulturelle Zentren jüdischen Lebens unwiederbringlich zerstört. 

 

Die vom Leiter des Zentrums für Holocaust-Studien Frank Bajohr im Sommersemester 2017 an der LMU München angebotene Übung "Der Holocaust im Baltikum. Jüdisches Leben, Massenmord und Erinnerungskultur in Lettland und Litauen" zeichnete die deutsche Besatzungs- und Vernichtungspolitik, die Situation der jüdischen Bevölkerung sowie die Reaktion der einheimischen Balten nach. Im Rahmen der von der stellvertretenden Leiterin des Zentrums, Andrea Löw, sowie Mitarbeiter Giles Bennett unterstützten Veranstaltung, fand vom 12. bis zum 19. Juni 2017 eine Exkursion nach Riga, Vilnius und Kaunas statt, auf der die Gedenk- und Erinneurngskultur im heutigen Baltikum im Fokus stand.




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