Gedenkausstellung für Hannelore Mabry

Im Gedenken an die kürzlich verstorbene Münchner Frauenrechtlerin Hannelore Mabry eröffnet das Institut für Zeitgeschichte eine kleine Ausstellung im hauseigenen Foyer. Gezeigt werden zahlreiche Bilder, beispielhafte Dokumente und Korrespondenz. Die Ausstellung kann von Dienstag, 23. Juli bis Freitag, 30. August 2013 täglich von 9 bis 19 Uhr besichtigt werden.

 

Hannelore Mabry war Schauspielerin, Soziologin und Feministin. Mit ihren Vereinen und öffentlichkeitswirksamen Aktionen zog sie das Interesse der Münchner Bevölkerung, bundesweiter Presse und diverser feministischer Gruppierungen von Anfang der 1970er Jahre bis zur Jahrtausendwende auf sich. „Ihre Thesen zu ,Lohn für Hausarbeit‘ und ,Mit oder ohne Marx zum Feminismus‘ haben eine Wiederentdeckung für die aktuellen Debatten verdient“, sagt Ute Elbracht, Archivarin im Institut für Zeitgeschichte, die auch die Ausstellung konzipiert hat.

 

Dem Institut für Zeitgeschichte war die Frauenrechtlerin eng verbunden: Das von ihr gegründete „Bayerische Archiv der Frauenbewegung e.V.“ und ihr gesamter Nachlass wurden auf Mabrys Wunsch hin im IfZ archiviert.„Das Material bereichert den Schwerpunkt der Frauengeschichte und der Neuen Sozialen Bewegungen enorm“, erklärt die Archivarin. Mabry hatte eine beachtliche Sammlung von Schriften der Alten und Neuen Frauenbewegung, ihrer Forschungen, Briefwechsel, Unterlagen und Protokolle ihrer verschiedener Vereine zusammengetragen. Der mehrere hundert Bände umfassende Nachlass Hannelore Mabry/Bayerisches Archiv der Frauenbewegung ist im IfZ-Archiv zugänglich.



© Institut für Zeitgeschichte