Kolloquium des Zentrums für Holocaust-Studien

LMU München

Kolloquium: The Holocaust and its Contexts

Verantwortlich: Prof. Dr. Frank Bajohr, Dr. Kim Wünschmann
Ort: Geschwister-Scholl-Platz 1, Raum A 015

Das Kolloquium ist ein Diskussionsforum, das Trends, Themen und Grundsatzfragen der Holocaust-Forschung aufgreift und neuere Forschungen in einem weiteren Kontext präsentiert. Es richtet sich vor allem an Studierende und Lehrende an der LMU sowie an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentrums für Holocaust-Studien und des Instituts für Zeitgeschichte. Es steht darüber hinaus jedoch allen Interessierten offen.

Termine:

Montag, 07.05.2018, 18:15 Uhr
Prof. Dr. Dieter Pohl, Alpen-Adria-Universität, Klagenfurt
„Die Luftfahrtindustrie in Bayern im Zweiten Weltkrieg: Zwischen High-Tech und Versklavung“

Montag, 11.06.2018, 18:15 Uhr
Ruth Bettina Birn, ehem. Chief Historian der War Crimes and Crimes against Humanity-Sektion des kanadischen Justizministeriums
„Was vermag Strafjustiz angesichts Staatlicher Massenverbrechen? Zur 'Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen'“

Montag, 02.07.2018, 18:15 Uhr
Bob Moore, University of Sheffield
„Everyday Rescue in the Occupied Netherlands: the Heroes and the Hidden in the Diary of Arnold Douwes“ (in englischer Sprache)

IfZ-Oberseminar

LMU München
Termine: Di, 10.04., 18.00 Uhr s.t. – 20.15 Uhr; Do, 26.04., 18.00 Uhr s.t. – 20.15 Uhr; Do, 24.05., 18.00 Uhr s.t. – 20.15 Uhr; Do, 07.06., 18.00 Uhr s.t. – 20.15 Uhr; Do, 21.06., 18.00 Uhr s.t. – 20.15 Uhr; Sa, 30.6., 10.00 Uhr s.t. - ca. 15.00 Uhr (Blocksitzung); Do, 04.07., 14.30 Uhr s.t. – 16.45 Uhr;.
Ort: IfZ, Leonrodstr. 46b, Seminarraum

Das Oberseminar steht allen im IfZ tätigen oder von IfZ-Dozenten betreuten Doktorandinnen und Doktoranden sowie Verfasserinnen und Verfassern von Master-  und Staatsexamensarbeiten offen. Auch Gäste können daran gerne teilnehmen. Neben der Vorstellung und Diskussion laufender Qualifizierungsarbeiten werden theoretische und methodische Fragen der Geschichtswissenschaft besprochen. Die Veranstaltung wird von Thomas Raithel, Thomas Schlemmer, Elke Seefried oder Andreas Wirsching geleitet (aktueller Seminarplan).

Prof. Dr. Frank Bajohr

LMU München
Übung: Holocaust, deutsche Besatzungsherrschaft und Erinnerungskultur in Polen (mit Exkursion nach Krakau und Lublin)
Zeit: Dienstags 16:00-18:00
Ort: Amalienstr. 73a, Raum 120
Beginn: 10. April

Der Massenmord an den europäischen Juden im Zweiten Weltkrieg konzentrierte sich in besonderer Weise auf das vom nationalsozialistischen Deutschland besetzte Polen, das zugleich ein wichtiges Zentrum jüdischen Lebens in Mittel- und Osteuropa gewesen war. Allein im Rahmen der „Aktion Reinhardt“ wurden fast zwei Millionen Juden ermordet. Die Vernichtungspolitik des „Dritten Reiches“ war in dieser Region eng mit einer Besatzungsherrschaft verbunden, die gegenüber der polnischen Zivilbevölkerung zwischen brutaler Repression und „Germanisierung“ schwankte. Die Lehrveranstaltung zeichnet die Grundzüge von Besatzungsherrschaft und Holocaust nach und nimmt zugleich die Erinnerungskultur im heutigen Polen in den Blick, wo sich spezifische, nicht zuletzt touristische Zentren der Erinnerung wie Krakau ausgebildet haben, während andere Orte trotz großer historischer Bedeutung (wie im ehemaligen Distrikt Lublin) eher im Windschatten des Interesses verblieben sind.
Besucht werden in Krakau u.a. die ehemalige Fabrik Oskar Schindlers, das ehemalige jüdische Getto sowie der Stadtteil Kazimierz als Zentrum früheren jüdischen Lebens. In der Region Lublin steht  u.a. ein Besuch der Orte Izbica und Zamosc sowie der ehemaligen Lager Majdanek und Sobibor auf dem Programm.


Die Lehrveranstaltung/Exkursion wird zusammen mit Dr. Andrea Löw vom Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichtedurchgeführt.


Prüfungsform: Referat

Literatur: 

  • Stephan Lehnstaedt, Der Kern des Holocaust. Belzec, Sobibór, Treblinka und die Aktion Reinhardt, München 2017.
  • Andrea Löw/Markus Roth, Juden in Krakau unter deutscher Besatzung 1939-1945, Göttingen 2011.
  • Jörg Ganzenmüller/Raphael Utz (Hrsg.), Orte der Shoah in Polen. Gedenkstätten zwischen Mahnmal und Museum, Köln 2016.
  • David Silberklang, Gates of Tears. The Holocaust in the Lublin District, Jerusalem 2013.
  • Die Verfolgung und Ermordung  der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Bd. 4 und 9, München 2011 und 2014.

Prof. Dr. Magnus Brechtken

LMU München
Übung: Quellen und Literatur zur deutschen Außenpolitik und den internationalen Beziehungen vom Kaiserreich bis zur Gegenwart
Zeit: Donnerstags 08:00-10:00
Ort: Historicum, Amalienstr. 52, Raum K 201
Beginn: 12. April 2018

Die Geschichte der internationalen Beziehungen ist in den vergangenen drei Jahrzehnten in den Schatten des geschichtswissenschaftlichen Interesses getreten. Die so genannte klassische Diplomatiegeschichte wird als antiquiert wahrgenommen ohne dass die jüngere Kulturgeschichte sich in einer vergleichbaren Weise den Fragen von Außenpolitik und Staatenverhältnissen widmet. Gleichzeitig verlangt die globalisierte Welt der Gegenwart nach einer immer größeren Kompetenz für das Verständnis inter- und transnationaler Beziehungen zwischen Staaten, Institutionen, Unternehmen und Gesellschaften. Die Übung geht auf diese Herausforderungen in mehrfacher Perspektive ein: Erstens durch die Lektüre und Analyse historischer Quellen, zweitens durch die Diskussion historiographischer und politikwissenschaftlicher Konzepte zu den inter- und transnationalen Beziehungen, drittens durch die Erörterung, welchen Wandel das Nachdenken und Diskutieren über Außenpolitik und Staatenbeziehungen in den letzten 150 Jahren genommen hat und viertens zu der Frage, was dieser Wandel für die Zivilgesellschaft in der Gegenwart bedeutet. Erwartet wird von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern neben der Lektüre der einschlägigen Quellen- und Literaturtexte als Prüfungsleistung ein Referat.


Prüfungsform: Referat

PD Dr. Boris Gehlen

Universität Bonn
Hauptseminar: Geschichte der Wirtschaftskriminalität im 19. und 20. Jahrhundert
Zeit: Blockseminar am 15./16.6.2018

Abgasskandal, Zinsmanipulationen, Cum-Ex-Geschäfte, Paradise-Papers – die jüngere Ver-gangenheit ist reich an Beispielen über fragwürdiges Verhalten ökonomischer Akteure. Ob es sich dabei um strafrechtlich relevante und folglich kriminelle Vorgänge gehandelt hat, ist aber keineswegs so eindeutig wie es die öffentliche Skandalisierung nahelegt. Denn was genau „Wirtschaftskriminalität“ bedeutet, ist nach wie vor umstritten. Zwar gibt es zahlreiche rechts-, sozial-, wirtschafts- und unternehmenshistorische Untersuchungen, die sich mit Tatbeständen wie Diebstahl, Betrug, Konkursverschleppung, Korruption, unlauterem Wettbewerb, In-dustriespionage, Dumping, Kartellabsprachen, Produktpiraterie u.v.m. beschäftigen, doch bis heute ist die Geschichte der Wirtschaftskriminalität nicht systematisch erforscht worden.
Ziel des Hauptseminars ist es, zum einen Wirtschaftskriminalität in ihren Dimensionen und Implikationen theoretisch zu erfassen, und sie zum anderen anhand ausgewählter Beispiele historisch zu analysieren.

Einführende Literatur:

  • Hartmut Berghoff/Cornelia Rauh/Thomas Welskopp, Tatort Unternehmen. Zur Geschichte der Wirtschaftskriminalität im 20. und 21. Jahrhundert, Berlin 2016.
  • Jens-Ivo Engels, Die Geschichte der Korruption. Von der Frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert, Frankfurt a. M. 2014.

PD Dr. Bernhard Gotto

LMU München
Vertiefungskurs: Geschlechtergeschichte im 20. Jahrhundert
Zeit: Mittwochs 13:00-16:00 Uhr
Ort: Amalienstr. 52, Raum K 507
Beginn: 11. April

 

Eine Meistererzählung über die Geschlechtergeschichte im 20. Jahrhundert lautet: Der Erste Weltkrieg erschütterte die aus dem 19. Jahrhundert stammenden Männer- und Frauennormen grundlegend. Nach ersten Modernisierungsansätzen in den „wilden“ 1920er Jahren folgte unter der NS-Diktatur und in der Ära Adenauer eine Restaurierung der heteronormativen Geschlechterordnung. Erst ab den 1960er Jahren setzte eine Liberalisierung ein, die bis heute fortschreitet. In diesem Seminar werden wir uns mit diesem Wandel beschäftigen. Dabei beschäftigen wir uns auch mit Entwicklungen, die die skizzierte Meistererzählung infrage stellen: Wir fragen nach dem Erbe von Aufbruchbewegungen aus dem 19. Jahrhundert, nach Alternativen zum Mütterkult der Nazis, nach egalitären Ansätzen bereits vor 1968, nach pluralen Geschlechterausprägungen vor der Entdeckungen der Transidentitäten, aber auch nach den Unterdrückungspotenzialen in den Frauen- und Schwulenbewegungen. Der Schwerpunkt liegt auf der deutschen Geschichte, doch wir werden sehen, dass die Ausprägung von Geschlechtlichkeit nicht an Staatsgrenzen halt macht. Inwiefern Geschlechterrollen mit Staatsordnungen zusammenhängen, werden wir durch deutsch-deutsche Vergleichsperspektiven diskutieren. Wir wollen Geschlechtergeschichte nicht in erster Linie unter der Perspektive von Repression und Befreiung anschauen, sondern als Erfahrungs- und Kulturgeschichte. Beschäftigen wird uns auch, wie die Kategorie „Geschlecht“ theoretisch gefasst werden kann.

 

Einführende Literatur:

  • Claudia Opitz-Belakhal, Geschlechtergeschichte, Frankfurt am Main/New York 2010 (campus Historische Einführungen; 8).

Dr. Frieder Günther

Humboldt-Universität zu Berlin
Übung: 1968 as a Global Event
Zeit: Mittwochs, 8:30-10:00
Beginn: 18. April 2018
Ort: Friedrichstraße 191, Raum 4026

What is 1968 – a youth rebellion, a civil uprising, a cultural revolution, a communication event, a global lieu de mémoire, or the climax of social long-term transformations? What happened during that year in different cities, regions, and countries? How were political events and movements interconnected? Did something like a shared identity exist around the globe? In this course (taught in English), we try to find answers to these questions and study a variety of sources like photos, posters, pamphlets, or cartoons. We will discuss events in different parts of the world and ask about their interconnections and long-term causes. In light of the 50th anniversary, we will also include current debates and controversies about 1968 among witnesses and historians. Students are expected to prepare short presentations in class and read from a collection of primary and secondary texts for each session.

Literatur:

  • Mark Kurlansky: 1968. The Year that Rocked the World, London 2004.
  • Arthur Marwick: The Sixities. Social and Cultural Transformation in Britain, France, Italy, and the United States, c. 1958-c. 1974, Oxford 1999.
  • Jeremi Suri (ed.): The Global Revolutions of 1968. A Norton Casebook in History, New York 2007

Prof. Dr. Dierk Hoffmann

Universität Potsdam

Oberseminar: "Geschichte der Privatisierung seit 1970. Ideen, Konzepte, Praxis",
Zeit: Freitags 14:00-16:00 Uhr

Prof. Dr. Johannes Hürter

Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Hauptseminar: Widerstandsbewegungen im deutsch besetzten Europa 1939-1945
Zeit: 14:00-18:00 (Doppelsitzungen)
Termine: 27.4., 4.5., 11.5., 8.6., 22.6., 29.6.
Ort: Raum SB II 03 152 gr. anteil

Im Zweiten Weltkrieg geriet halb Europa unter deutsche Besatzungsherrschaft. Die einheimischen Bevölkerungen reagierten mit Anpassung, Kollaboration und überall auch mit Widerstand auf die Okkupationsmacht. Ebenso wie die Besatzung konnte der Widerstand sehr unterschiedliche Formen annehmen. Er reichte von eher symbolischen Protesten bis zum bewaffneten Kampf, richtete sich gegen deutsche Besatzer und einheimische Kollaborateure, führte zur Konkurrenz oder sogar zum offenen Konflikt verschiedener Widerstandsgruppen und wurde nach dem Krieg zum Mythos, der bestimmten nationalen und politisch-ideologischen Interessen diente. Das Seminar beschäftigt sich sowohl in Überblicken als auch in exemplarischen Vertiefungen mit den wichtigsten Aspekten des Widerstands gegen die NS-Besatzungsherrschaften.

Literatur (Einstieg):

  • Mark Mazower, Hitlers Imperium. Europa unter der Herrschaft des Nationalsozialismus, München 2009, S. 430-474.
  • Gerd R. Ueberschär (Hrsg.), Handbuch zum Widerstand gegen Nationalsozialismus und Faschismus in Europa 1933/39 bis 1945, Berlin/New York 2011.

Dr. Eva Oberloskamp

Universität Augsburg

Übung: Geschichte der Atomenergie in der Bundesrepublik Deutschland

Zeit: 20.04. und 27.04. je 15:45 - 18:15, 09.06. und 23.06 je 09:00 - 18:00

Ort: D, 2130

Die Technologie der Kernspaltung verweist in fundamentaler Weise auf die Ambivalenzen der Moderne: Seit Mitte des 20. Jahrhunderts eröffnete sie vollkommen neue Dimensionen technischer Machbarkeit; gleichzeitig jedoch barg sie das Potenzial katastrophaler Zerstörung im Falle von Fehlern oder Missbrauch. Der politische, gesellschaftliche und wissenschaftliche Umgang mit der Nukleartechnik kann somit als Kristallisationspunkt modernen Fortschrittsdenkens betrachtet werden.
Die Übung soll einen Überblick zur bundesdeutschen Geschichte der Kernenergienutzung vermitteln: Während die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst von der Vision des „friedlichen Atoms“ und einem ausgeprägten Zukunftsglauben geprägt war, gewann die Technologie seit den 1960er Jahren allmählich auch energiewirtschaftliche Relevanz. Die Ölkrisen der 1970er Jahre zogen die politische Entscheidung eines forcierten Kernenergieausbaus nach sich, gleichzeitig aber massive, von der Anti-AKW-Bewegung getragene gesellschaftliche Proteste. Das hieraus in den 1980er Jahren entstandene Ideal einer „Energiewende“ führte zu den politischen Atomausstiegsprojekten der jüngsten Zeitgeschichte. Die Übung bietet dabei methodische Einblicke in unterschiedliche geschichtswissenschaftliche Ansätze, von der Technik-, Experten- und Wissenschaftsgeschichte über die Wirtschafts- und Politikgeschichte bis hin zur Geschichte der Neuen Sozialen Bewegungen.

Literatur:

  • Joachim Radkau u. Lothar Hahn: Aufstieg und Fall der deutschen Atomwirtschaft, München 2013.

Prof. Dr. Thomas Raithel

LMU München
Vertiefungs-, Aufbau- und Grundlagenkurs: Die Anfänge einer pluralistischen Gesellschaft in Deutschland bis 1933: Prozess, Konzeptionalisierung, Kritik
Zeit: Donnerstags 11.00 bis 14.00 Uhr
Ort: Historicum, Raum 226
Beginn: 12.04.2018

Gesellschaftlicher und politischer Pluralismus gehört heute zu den demokratischen Grundprinzipien. Die Durchsetzung gleichberechtigter, miteinander konkurrierender Vielfalt war und ist allerdings mit einem langen und schwierigen Prozess verbunden. Der Aufbau- und Vertiefungskurs wird sich mit der Geschichte des Pluralismus im späten Kaiserreich und in der Weimarer Republik beschäftigen. Dabei geht es um gesellschaftliche und politische Entwicklungen (z.B. im Hinblick auf soziale Milieus, Verbandswesen und Parteiensystem), um die Begriffs- und Theoriegeschichte und nicht zuletzt auch um anti-pluralistische Kritik und Gegenentwürfe. Die frühe deutsche Pluralismusgeschichte soll zudem perspektivisch in einen inter- und transnationalen Rahmen eingeordnet werden.

PD Dr. Thomas Schlemmer

LMU München

Vorlesung: Phönix aus der Asche? Die Geschichte Westdeutschlands 1945 bis 1990
Zeit: Zweistündig, Freitag 10:00-12:00 Uhr

Ort: Schellingstr. 3/S001, Beginn: 13. April 2018


Die Vorlesung beschäftigt sich mit der inneren Entwicklung Westdeutschlands von der Staatsgründung bis zum Ende der deutschen Teilung. Dabei soll insbesondere nach Kontinuitäten und Diskontinuitäten und nach den langen Linien der (west-)deutschen Zeitgeschichte gefragt werden. So gilt es etwa, das scheinbar goldene Zeitalter des „Wirtschaftswunders“ mit den krisenhaften Jahren „nach dem Boom“ zu verknüpfen – eine Perspektive, in der die historischen Wurzeln gegenwärtiger Probleme besonders deutlich sichtbar werden. Am Beginn steht eine Skizze der wirtschaftlichen Entwicklung, dann folgen Überblicke über die Sozialstruktur, über kollektive Akteure wie Parteien und Verbände sowie über die Politik, wobei auf den Zusammenhang von sozioökonomischem Strukturwandel und politischer Entwicklung besonderes Gewicht gelegt wird.


Literatur:

  • Wolfgang Abelshauser, Deutsche Wirtschaftsgeschichte. Von 1945 bis zur Gegenwart, Bonn 2., überarbeitete und erweiterte Aufl. 2011.
  • Thomas Brechenmacher, Die Bonner Republik. Politisches System und innere Entwicklung der Bundesrepublik, Berlin 2010.
  • Eckart Conze, Die Suche nach Sicherheit. Eine Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis zur Gegenwart, München 2009.
  • Anselm Doering-Manteuffel/Lutz Raphael/Thomas Schlemmer (Hrsg.), Vorgeschichte der Gegenwart. Dimensionen des Strukturbruchs nach dem Boom, Göttingen 2016.
  • Axel Schildt, Die Sozialgeschichte der Bundesrepublik Deutschland bis 1989/90, München 2007.

 

Prüfungsform: Klausur

 

Materialien:

Prof. Dr. Elke Seefried

Universität Augsburg
Hauptseminar: Das Deutsche Kaiserreich und der europäische Imperialismus 1880 – 1914
Zeit: 9.4., 16.4., 23.4., 7.5., 14.5., 28.5., 4.6., 11.6., 25.6., 2.7., 9.7. jeweils 14:00-15:30 Uhr
Ort: D 2129
Sprechstunde: Montags, 15:30-16:30 Uhr, Raum D 2020


Dieses Hauptseminar nimmt das Zeitalter des Imperialismus in einer deutschen, europäischen und globalgeschichtlichen Perspektive in den Blick. Es widmet sich den politischen, ökonomischen und kulturellen Dimensionen der europäischen Expansion, die in der Phase des „Hochimperialismus“ zwischen den 1880er Jahren und dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges einen Höhepunkt erfuhr und auch das Deutsche Kaiserreich erfasste. Einerseits gilt der Blick damit den Entwicklungen der internationalen Beziehungen und dem Prozess des europäischen Imperialismus jener Jahre, andererseits sollen auch die innenpolitischen und kulturellen Triebkräfte des Kolonialismus im Kaiserreich und die Problemlagen deutscher kolonialer Praxis diskutiert werden. In methodischer Hinsicht will das Seminar in die Strömungen der Imperialismus-, Kolonialismus- und Imperiengeschichte einführen, welche in der zeithistorischen Forschung zuletzt vielfach an Bedeutung gewonnen haben.


Literatur:

  • Sebastian Conrad/Jürgen Osterhammel (Hg.), Das Kaiserreich transnational. Deutschland in der Welt 1871-1914, Göttingen 2004 (neue Ansätze der Forschung).
  • Jürgen Osterhammel: Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, 2. Aufl. München 2016 (souveränes Gesamtwerk).
  • Gregor Schöllgen/Friedrich Kießling, Das Zeitalter des Imperialismus, 5. Auflage München 2010 (konziser Überblick).

Prof. Dr. Hermann Wentker

Universität Potsdam
Hauptseminar: Die beiden deutschen Staaten in den 1980er Jahren: Deutsch-deutsche und internationale Beziehungen
Zeit: Montags 8.00-10.00
Raum: 1.09, 2.03

Literatur:

  • Karl-Rudolf Korte, Deutschlandpolitik in Helmut Kohls Kanzlerschaft. Regierungsstil und Entscheidungen 1982-1989, Stuttgart 1998.
  • Andreas Rödder, Deutschland, einig Vaterland. Die Geschichte der Wiedervereinigung, München 2009.
  • Hermann Wentker, Außenpolitik in engen Grenzen. Die DDR im internationalen System 1949-1989, München 2007.


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