Veranstaltungen im Wintersemester 2018/19

Kolloquium des Zentrums für Holocaust-Studien

LMU München
Kolloquium: The Holocaust and its Contexts
Verantwortlich: Prof. Dr. Frank Bajohr, Dr. Kim Wünschmann

Das Kolloquium „The Holocaust and its Contexts“ wird gemeinsam vom Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte München und dem Lehrstuhl für Zeitgeschichte an der LMU München veranstaltet. Es ist ein Diskussionsforum, das Trends, Themen und Grundsatzfragen der Holocaust-Forschung aufgreift und neuere Forschungen in einem weiteren Kontext präsentiert.

Das Kolloquium steht allen Interessierten offen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Vortrag findet in deutscher Sprache statt.

Termine:

Montag, 26.11.2018, 18 Uhr c.t., Historicum, Amalienstr. 52, R 201
Anna-Raphaela Schmitz, Zentrum für Holocaust-Studien, München
„Meine Familie hatte es gut in Auschwitz - Das Leben der Lager-SS in Auschwitz-Birkenau nach Dienstschluss“

Montag, 10.12.2018, 19:00 Uhr s.t., Historicum, Amalienstr. 52, R 401
Mirjam Zadoff, NS-Dokumentationszentrum, München
„Speaking of Auschwitz in 2018: Über die Zukunft der Erinnerung“

Montag, 14.01.2019, 19:00 Uhr s.t., Historicum, Amalienstr. 52, R 401
A panel discussion with Natalia Aleksiun (New York), Ekaterina Makhotina (Bonn), Andrea Pető (Budapest) and Svetlana Suveica (Regensburg)
“Holocaust Research, Memory and Politics in Eastern Europe”

IfZ-Oberseminar

LMU München
Termine: Mi, 17.10., Mi, 14.11., Do. 29.11, Do. 13.12., Do 17.01., Do. 31.01. Der Termin der Blocksitzung wird noch vereinbart.
Zeit: 17.30 – 19:45 Uhr
Ort: IfZ, Leonrodstr. 46b, Seminarraum EG

Das Oberseminar steht allen im IfZ tätigen oder von IfZ-Dozenten betreuten Doktorandinnen und Doktoranden sowie Verfasserinnen und Verfassern von Master-  und Staatsexamensarbeiten offen. Auch Gäste können daran gerne teilnehmen. Neben der Vorstellung und Diskussion laufender Qualifizierungsarbeiten werden theoretische und methodische Fragen der Geschichtswissenschaft besprochen. Die Veranstaltung wird von Thomas Raithel, Thomas Schlemmer, Elke Seefried oder Andreas Wirsching geleitet (aktueller Seminarplan).

Ph.D. Keith R. Allen

Dartmouth College, Foreign Studies Program Berlin
Kurs: Berlins Orte der Zeitgeschichte
Zeit: 9:00-16:00 Uhr
Termine: 20.9., 27.9., 28.9., 4.10., 11.10., 18.10., 8.11., 9.11., 15.11.
Ort: Berliner Dependance des Dartmouth College

In diesem Kurs gehen wir gemeinsam auf historische Entdeckungsreise durch die Vergangenheiten Berlins. Das Land Berlin verkauft sich zunehmend als „Rom der Zeitgeschichte“. Was dahinter steckt, werden wir in diesem Kurs kritisch hinterfragen. Neben Basiswissen über die Zeitgeschichte Berlins geht es darum zu erforschen, wieso bestimmte Vergangenheiten in Berlin besondere Konjunktur genießen.

PD Dr. Boris Gehlen

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Hauptseminar: Notenbank und Währungspolitik in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert. Wirtschafts-, sozial- und kulturhistorische Perspektiven
Einführung am 26.10.2018, 10.00–14.00 h, Raum III (kl. Übungsraum)
Blockseminar am 7./8.12.2018, Raum I (gr. Übungsraum)  

Die deutsche Geld- und Währungspolitik ist reich an Brüchen und dennoch gilt die Bundesrepublik heutzutage als Vorreiterin der Währungsstabilität. Das Hauptseminar untersucht entlang dieses (vermeintlichen) Widerspruchs die Geschichte des Noten-bankwesens in Deutschland ausgehend von den „Zettelbanken“ des 19. Jahrhunderts über die Zentralisierung der Geldpolitik (Preußische Bank; Reichsbank), die Proble-matik der Inflation, die Politisierung der Zentralbank im „Dritten Reich“, die tempo-räre Einrichtung eines dezentralen Zentralbankensystems um die Bank deutscher Länder seit 1948 bis hin zur Re-Zentralisierung als Deutsche Bundesbank 1957 und die weitere Entwicklung bis zum Aufbau der Europäischen Zentralbank. Zu fragen ist anhand ausgewählter Beispiele nach der Organisation, der ökonomischen Funkti-on, geldpolitischen Zielkonflikten, internationalen Zwängen und Kooperationen, den sozialen Auswirkungen von Geldpolitik und nicht zuletzt ihren kulturellen Deutun-gen und Vermächtnissen.

Studienleistungen:

  1. Vorbereitung ausgewählter Texte
  2. Diskussionsbeteiligung
  3. Vortrag über ein ausgewähltes Thema inkl. Vortragskonzept (Abgabe: 16.11.2018)

Prüfungsleistungen: Hausarbeit im Umfang von 15 bzw. 25 S. (alles inklusive).

Einführende Literatur:

  • Richard Tilly, Geld und Kredit in der Wirtschaftsgeschichte (Grundzüge der modernen Wirtschaftsgeschichte, Band 4), Stuttgart 2003.

Prof. Dr. Dierk Hoffmann

Universität Potsdam
Hauptseminar: Die DDR unter Honecker. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im "real existierenden Sozialismus"
Zeit: Freitags, 14:00 - 16:00 Uhr

Wolf-Rüdiger Knoll, M.A.

Humboldt-Universität Berlin
Bachelorseminar: Wirtschaftsgeschichte der DDR
Zeit: Donnerstags, 10:00-12:00 Uhr

Im Fokus des Seminars steht die wirtschaftliche Entwicklung der SBZ/ DDR von 1945-1990. Diese wird vor dem Hintergrund der ideologischen, politischen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen des Ost-West-Konflikts untersucht. Wichtige wirtschaftspolitische Entscheidungen und Etappen sollen dabei nicht nur retrospektiv dargestellt, sondern in ihren jeweiligen zeitlichen Kontexten verortet werden. In den Blick genommen werden dabei alle Phasen der der ökonomischen Entwicklung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis hin zur wirtschaftlichen Transformation der DDR zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung.

Dr. Ingo Loose

Universität Potsdam
Seminar: Heinrich Graetz - Geschichte der Juden
Zeit: Montags, 16:00-18:00 Uhr
Ort: 1.09.2.03

Obwohl in manchen Details von der Forschung korrigiert, ist die „Geschichte der Juden von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart” von Heinrich Graetz (1817–1891) noch immer eines der herausragendsten Werke der jüdischen Geschichtsschreibung. Die LV wird sich anhand ausgewählter Kapitel zur jüdischen Geschichte in Antike, Mittelalter und Neuzeit mit der Entstehung und den Grundlagen jüdischer Historiographie vor dem Hintergrund des Historismus und des Wandels im deutschen Judentum während des 19. Jahrhunderts beschäftigen, aber auch mit Graetz’ wissenschaftlicher Tätigkeit in Breslau und seiner Position im Berliner Antisemitismusstreit. Nicht zuletzt ist auch danach zu fragen, welchen Einfluss Graetz auf seine akademischen Nachfolger ausübte und welchen Stellenwert er in der Geschichtswissenschaft heute noch einnimmt.

Literatur:

  • Heinrich Graetz, Geschichte der Juden von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart, 11 Bde. Leipzig 1853–1876, ND: Berlin 1996;
  • Jüdische Geschichtsschreibung heute. Hrsg. von Michael Brenner und David N. Myers. München 2002;
  • Michael Brenner: Propheten des Vergangenen. Jüdische Geschichtsschreibung im 19. und 20. Jahrhundert. München 2006.

PD Dr. Silke Mende

Universität Tübingen
Hauptseminar: Europa von seinen Rändern her: Konturen einer Zeitgeschichte Europas nach 1970
Zeit: Einführung am Freitag, den 26.10.2018, 14-18 Uhr, Blocksitzungen am Freitag, den 11.01.2018, 10-18 Uhr, Samstag, 12.01.2018, 10-18 Uhr sowie Samstag, den 26.01.2018, 10-18 Uhr.

Seit einiger Zeit wirft das Fach Geschichtswissenschaft einen ganz anderen Blick auf „Europa“ als es dies über viele Jahrzehnte hinweg getan hat. Gründe dafür sind zum einen der zunächst von den Postcolonial Studies formulierte Vorwurf des „Eurozentrismus“, zum anderen die tiefgreifende methodische Erneuerung, die der Bereich der „Internationalen Geschichte“ in den vergangenen beiden Jahrzehnten durchlaufen hat. Auch für eine europäische Zeitgeschichte stellt sich damit verstärkt die Frage nach dem Platz „Europas“ in einer sich globalisierenden Welt. Zudem hat sie damit umzugehen, dass sie sich nicht mehr in einer Geschichte der Nationalstaaten und ihrer Beziehungen untereinander erschöpft. Stattdessen erhalten Transfer- und Verflechtungsprozesse verstärkte Aufmerksamkeit.

Vor dem Hintergrund dieser disziplinären Entwicklungen fragt das Seminar nach den Konturen einer gegenwartsnahen Zeitgeschichte Europas seit 1970 und möchte diese hauptsächlich von ihren vermeintlichen „Rändern“ her begreifen: Das betrifft zum einen die Infragestellung gängiger räumlicher Perspektiven, die bisher meist die großen Nationalstaaten Westeuropas ins „Zentrum“ gestellt hat. Stattdessen soll die Geschichte des Kontinents auch von seinen vermeintlichen „Peripherien“ her betrachtet werden, also auch süd- und ostmitteleuropäische Themen und Akteure konsequent mit einbeziehen. Zudem fragt es nach der sich verändernden Rolle Europas im internationalen und globalen Kontext. Schließlich nimmt das Thema Migration breiten Raum ein, bietet sich dieses Themenfeld doch exemplarisch für eine inter- und transnationale Verflechtungsgeschichte Europas an.

Literatur:

  • Tony Judt, Geschichte Europas von 1945 bis zur Gegenwart, München 2006
  • Hartmut Kaelble, Sozialgeschichte Europas, 1945 bis zur Gegenwart, München 2007
  • Wilfried Loth, Europas Einigung. Eine unvollendete Geschichte, Frankfurt am Main/New York 2014
  • Philipp Ther, Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent. Eine Geschichte des neoliberalen Europa, Frankfurt am Main 2014
  • Andreas Wirsching, Der Preis der Freiheit. Geschichte Europas in unserer Zeit, München 2012.

Dr. Eva Oberloskamp

Universität Augsburg
Proseminar: Die Weimarer Republik
Zeit: Montags, 11.45 Uhr – 14.00 Uhr
Ort: D 2129

Die 14 Jahre der Weimarer Republik waren eine Zeit rasanten Wandels, in der Tradition und Moderne, hoffnungsvoller Aufbruch und krisenhafte Zuspitzungen in oftmals schroffer Weise aufeinanderprallten. Sie stellen ein zentrales Feld der Geschichtswissenschaft dar, wobei wichtige Fragen nach wie vor kontrovers debattiert werden. Das Proseminar bietet einen Überblick zu wesentlichen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen, von den revolutionären Umbrüchen 1918/19 bis hin zur Auflösung der Republik in den frühen 1930er Jahren. Dabei werden auch Forschungsdifferenzen in den Blick genommen, so etwa die unterschiedlichen Interpretationen zur Endphase der Republik und die Frage nach den Besonderheiten der deutschen Entwicklung im internationalen Vergleich.

Literatur:

  • Detlev Peukert: Die Weimarer Republik. Krisenjahre der Klassischen Moderne, 14. Aufl., Frankfurt/M. 2016 [zuerst 1987].
  • Ursula Büttner: Weimar. Die überforderte Republik, 1918–1933. Leistung und Versagen in Staat, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur, Stuttgart 2008.

 

Prof. Dr. Elke Seefried

Universität Augsburg
Vorlesung: Abgrenzung und Verflechtung: Deutsch-deutsche Geschichte nach 1945
Zeit: Montags, 15:45 – 17:15
Beginn: 22. Oktober 2018
Ort: D 2106

Abgrenzung und Verflechtung charakterisierten das Verhältnis zwischen West- und Ostdeutschland nach 1945. Auf politischer Ebene führte die Systemkonkurrenz des Kalten Krieges auf beiden Seiten zum Versuch, Legitimation durch die Abgrenzung vom anderen deutschen Staat zu gewinnen. Zugleich waren damit die beiden Systeme aufeinander bezogen, und Kontakte auf sozialer und kultureller Ebene brachen niemals ganz ab. Die deutsch-deutsche Geschichte war so immer auch eine verflochtene Geschichte.

Diese Vorlesung vermittelt zum einen Grundlagenwissen über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur der „alten“ Bundesrepublik und der DDR. Zum anderen beleuchtet sie die Wechselverhältnisse zwischen beiden deutschen Gesellschaften, indem sie etwa die deutsch-deutschen politischen Beziehungen, die kulturellen Abgrenzungsversuche in Antikommunismus und Antifaschismus, die innerdeutschen Reisen und die Kontakte zwischen den Friedens- und Umweltbewegungen thematisiert. Schließlich will die Vorlesung in den Blick nehmen, inwiefern die deutsche Teilung auch heute noch Wirkungen entfaltet.

Literatur:

 

Weitere Lehrveranstaltungen von Frau Prof. Dr. Seefried:

Vorlesung im Kontext der Augsburger Historischen Ringvorlesung:Die Wiederkehr Weimars? Die Weimarer Demokratie und die Gegenwart, 23.1.2019, 18:15 Uhr,  Ort: HS II.

PD Dr. Martina Steber

LMU München
Übung: Das Masterstudium beginnen: Neue Forschungen zur Geschichte der 1970er Jahre
Zeit: Donnerstags, 10:00-12:00 Uhr
Beginn: 25.10
Ort: S 242

In den 1970er Jahren konstituierte sich unsere Gegenwart – so lautet zugespitzt die These, die die jüngste Forschung zur Geschichte unserer Zeit durchzieht. Mit dem Ende des Booms, einer tiefgreifenden Liberalisierung westlicher Gesellschaften, der vielfachen Herausforderung der institutionalisierten Demokratie, neuen politischen und sozialen Bewegungen, einem Globalisierungsschub, gesellschaftlicher Individualisierung und Pluralisierung sowie einer ökologischen Wachstumskritik bündelten sich in den 1970er Jahren eine Reihe von Prozessen des Wandels, die zusammengenommen eine Epoche an ihr Ende kommen und eine neue Epoche beginnen ließen. Mittels der Lektüre einschlägiger neuer Forschungsliteratur analysiert die Übung diese Prozesse des Wandels, um eine kritische Auseinandersetzung mit der These von der Epochenwende in den 1970er Jahren anzustoßen. Zugleich führt sie in die vielfältige zeithistorische Forschungslandschaft ein, die in München so präsent ist wie kaum anderswo in der Bundesrepublik.

Schriftliche Anmeldung unter steber[at]ifz-muenchen.de

Gunnar Take, M.Sc.

LMU München
Übung: Zeitalter der Weltkriege
Zeit: Montags, 10:00-12.00 Uhr c.t.
Ort: Geschwister-Scholl-Platz 1 (A), Raum A 017

Die Übung bietet einen Einblick in das „Zeitalter der Extreme“ (Eric Hobsbawm) und in zentrale Aspekte der europäischen Geschichte von 1914 bis 1945. Dabei werden zentrale Forschungsfelder- und Debatten wie etwa Kolonialismus, Imperialismus, Faschismus oder Totalitarismus auf theoretisch-methodischer Ebene erörtert und anhand einzelner Beispiele thematisch vertieft.

Prüfungsform: Klausur

Prof. Dr. Hermann Wentker

Universität Potsdam
Oberseminar: Krisen in der Geschichte der DDR
Zeit: Montags, 8:00-10.00 Uhr
Ort: R. 1.12.0.05

Je länger die DDR existierte, umso stabiler erschien sie den Zeitgenossen in Ost und West. In Anbetracht der Existenzdauer des Kaiserreichs (1871-1918), der Weimarer Republik (1918-1933) und des „Dritten Reichs“ (1933-1945) war dies nicht von der Hand zu weisen. Das verdeckte jedoch, wie krisenanfällig die DDR war. Am Anfang dieser Krisengeschichte stand der Volksaufstand von 1953. Im weiteren Verlauf des Seminars geht es um die Krisen in Polen und Ungarn von 1956 in ihren Rückwirkungen auf die DDR, um die zweite Berlin-Krise und der Mauerbau (1958-1961), den Prager Frühling von 1968, die polnische Krise von 1980/81 und schließlich die finale Krise von 1989, die in die friedliche Revolution und die Wiedervereinigung mündete. Es geht hier nicht um ein Verfallsnarrativ, sondern darum, Rolle und Bedeutung dieser Krisen für die Geschichte der DDR näher zu bestimmen.

Literatur

  • Torsten Diedrich, Waffen gegen das Volk. Der 17. Juni in der DDR, München 2003
  • Roger Engelmann/Thomas Großbölting/Hermann Wentker (Hrsg.), Kommunismus in der Krise. Die Entstalinisierung 1956 und die Folgen, Göttingen 2008
  • Hope Harrison, Ulbrichts Mauer. Wie die SED Moskaus Widerstand gegen den Mauerbau brach, Berlin 2011
  • Stefan Karner u.a. (Hrsg.), Prager Frühling. Das internationale Krisenjahr 1968. Beiträge, Köln/Weimar/Wien 2008
  • Klaus-Dietmar Henke (Hrsg.), Revolution und Vereinigung 1989/90. Als in Deutschland die Realität die Phantasie überholte, München 2009

Prof. Dr. Andreas Wirsching

LMU München

Vorlesung: 100 Jahre Weimarer Demokratie: Aktuelle Fragen an die erste deutsche Demokratie
Zeit: Montags 16:00-18:00 Uhr c.t.
Ort: Hörsaal M018, EG, Geschwister-Scholl-Platz 1, München
Beginn: 15. Oktober 2018

Programm: Programm der Vorlesung als PDF

Am 9. November 2018 jährt sich die doppelte Republikausrufung zum hundertsten Mal. Die Umbruchphase 1918/19 war von der Kriegsniederlage, der politischen Gewalt, den sozialen Spannungen und den wirtschaftlichen Problemen sowie von großen Erwartungen und Hoffnungen an den neuen demokratischen Staat geprägt. Für die Verfechter der Republik bestand eine zentrale Herausforderung darin, die liberale Demokratie vor ihren Feinden von links und rechts zu schützen. Gleichwohl möchte die Vorlesung die Weimarer Republik nicht als bloße „Vorgeschichte“ des Nationalsozialismus, sondern als eine Ära sui generis in den Blick nehmen, deren „Scheitern“ nicht vorbestimmt war. Neben der klassischen Politik-, steht die Wirtschaft-, Sozial- und Kulturgeschichte Weimars im Fokus des Interesses. Zugleich richtet die Veranstaltung vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen in Deutschland ihr Augenmerk auf strukturelle Ähnlichkeiten, aber auch Unterschiede zwischen der Berliner und der Weimarer Republik.

Die Vorlesung ist für alle Hörer offen (auch Seniorenstudium und Studium Generale).

Prüfungsformen: Klausur

Folien:

Quellen:



© Institut für Zeitgeschichte