Veranstaltungen im Wintersemester 2019/20

Ph.D. Keith R. Allen

Dartmouth College, Foreign Studies Program Berlin (Kooperation mit der FU Berlin)
Kurs: Berlins Orte der Zeitgeschichte
Zeit: 9:00-16:00 Uhr
Termine: 19.9., 26.9., 10.10., 17.10., 31.10., 01.11., 14.11., 15.11.
Ort: FU Berlin, Berliner Dependance des Dartmouth College

In diesem Kurs gehen wir gemeinsam auf historische Entdeckungsreise durch die Vergangenheiten Berlins. Das Land Berlin verkauft sich zunehmend als „Rom der Zeitgeschichte“. Was dahinter steckt, werden wir in diesem Kurs kritisch hinterfragen. Neben Basiswissen über die Zeitgeschichte Berlins geht es darum zu erforschen, wieso bestimmte Vergangenheiten in Berlin besondere Konjunktur genießen.


Dr. Gaelle Fisher

Universität Augsburg, Philologisch- Historische Fakultät (zusammen mir Jun-Prof. Dr. Maren Röger)
Hauptseminar: Judenheiten: Eine Einführung in die moderne jüdische Geschichte zwischen Warschau, New York und Tel Aviv
Zeit: Mittwochs, 14:00-15:30 Uhr. Zwei Blockterminen am 16.11. (ganztägig) und 12.01. (Nachmittag) sowie zwei Abendvorträgen (24.10. und 08.01.), wofür andere Termine entfallen.

Bis zur Judenvernichtung im Zweiten Weltkrieg lebten zahlreichen Juden im östlichen Europa. Ein zeitgenössischer Begriff des ausgehenden 19. Jahrhunderts für Teile des heutigen Russlands, Weißrusslands, Litauens, der Ukraine, Polens und Rumäniens lautete entsprechend „Yiddishland“, womit auf die Sprache, aber auch die Shtetl-Kultur des osteuropäischen Judentums verwiesen wurde. Traditionelle Lebensformen hielten sich im östlichen Europa länger als im Westen, doch veränderte auch dort die Moderne die Lebenswelten der Judenheiten. Nach dem Holocaust geriet die Vielfalt des jüdischen Lebens in zahlreichen Ländern Ostmitteleuropas in Vergessenheit, vielerorts wurde sie sogar bewusst verdrängt. Die meisten Überlebenden verließen Europa - überwiegend in Richtung Palästina und die USA.
Das Seminar gibt eine Einführung in die moderne jüdische Geschichte zwischen Warschau, New York und Tel Aviv.  


Dr. Nadine Freund

Universität Kassel, Fachbereich 05
Blockseminar: Erinnerungskultur im Deutschland der 1990er Jahre
Zeit und Ort: Einführende Sitzung am 18.10.2019, 12:00-14:00, c.t., Arnold Bode-Straße 10, Raum 1309
Block am 18.01.2020, 10:00-18:00, s.t. und Block am 25.01.2020, 10:00-20:00, s.t. jeweils Georg-Forster-Str. 4, Raum 1004

Erinnerungskultur und „nationale Identität“ sind eng verbunden. Vor diesem Hintergrund erfuhr das Thema Erinnerung in der ersten Dekade nach der deutschen Wiedervereinigung einen starken Aufschwung. Das Seminar dient der Auseinandersetzung mit den Themen, die für die Erinnerungskultur der 90er Jahre eine zentrale Rolle spielten und mit den Debatten, die in jenen Jahren um die Ausdeutung und Ausgestaltung von Erinnerung geführt wurden. Debattiert wurde unter anderem darüber, welche Schwerpunkte in der Erinnerung gesetzt, wie der Umgang mit dem baulichen Erbe vergangener politischer Systeme vollzogen, wie neue Gedenkstätten und Mahnmale konzipiert werden sollten und wie mit bestehenden Erinnerungsorten umzugehen sei.
Die Wiedervereinigung bot die Chance, eine Neudefinition der ‚historischen Basiserzählung‘ der BRD vorzunehmen. Zum Seminar gehört die Reflexion darüber, inwiefern diese Chance ergriffen wurde und welchen Einfluss folgende Aspekte darauf hatten: I. Die unterschiedlichen Erinnerungskulturen, die sich in Ost- und Westdeutschland seit dem Ende des II. Weltkriegs entwickelt hatten, II. die Herausforderung, eine erinnerungskulturelle Verortung des NS und der DDR zur gleichen Zeit zu leisten, III. das Bedürfnis des wiedervereinigten Deutschlands, seiner neuen Rolle in der Weltordnung gerecht zu werden und IV. der Umstand, dass die Zahl der Zeitzeugen, die über den NS und den II. Weltkrieg berichten konnten, immer kleiner wurde.


PD Dr. Boris Gehlen

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Übung: Multinationale Unternehmen im 19. und 20. Jahrhundert. Ausgewählte theoretische Beiträge.
Einführung am 25.10.2019, 10.00–14.00 h, Raum I (gr. Übungsraum)
Blockseminar am 29./30.11.2019, Raum I (gr. Übungsraum)   

Multinationale Unternehmen sind wichtige, gleichwohl ambivalente Akteure im öko-nomischen (Globalisierungs-)Prozess. Sie investieren grenzüberschreitend, schaffen Arbeitsplätze, transferieren Wissen und erhöhen derart Wohlstand. Sie vermeiden freilich auch Steuerzahlungen, entziehen sich unerwünschten rechtlichen bzw. ökolo-gischen Standards, verlagern Arbeitsplätze und beschränken derart die Handlungs-möglichkeiten von Nationalstaaten.
Die Übung nimmt sich dieser Ambivalenz an und analysiert auf Basis der Lektüre und gemeinsamen Diskussion ausgewählter (theoretischer) Texte unterschiedlicher Perspektiven (historisch, ökonomisch, sozial-, kulturwissenschaftlich) multinationale Unternehmen und ihren Wandel seit dem 19. Jahrhundert. Die in den Texten behan-delten Probleme werden anhand repräsentativer empirischer Fallbeispiele vertieft, die Studierenden selbst auswählen und in einem kurzen Vortrag vorstellen werden.

Studienleistungen:

  1. Vorbereitung ausgewählter Texte
  2. Diskussionsbeteiligung
  3. Vortrag über ein ausgewähltes Thema inkl. Vortragskonzept (Abgabe: 15.11.2019)

Einführende Literatur:

  • Fitzgerald, Robert: The Rise of the Global Company. Multinationals and the Making of the Modern World, Cambridge 2015.
  • Jones, Geoffrey: Gobalization, in: ders./Jonathan Zeitlin (Eds.): The Oxford Handbook of Business History, Reprint Oxford/New York 2010, S. 141-168.
  • Jones, Geoffrey: The End of Nationality? Global Firms and „Borderless Worlds“, in: Zeitschrift für Unternehmensgeschichte 51, 2006, S. 149-164.

Dr. des. Carlos Alberto Haas

Leibniz Universität Hannover
Seminar: Zentralamerika im Kalten Krieg (Blockveranstaltung)
Zeit: Mittwoch, 30.10.2019, 18-20 Uhr; 13.12.2019, 12-18 Uhr; 14.12.2019, 10-18 Uhr; 24.01.2020: 12-18 Uhr; 25.01.2020, 10-18 Uhr.
Ort: Im Moore 21, 30167 Hannover, Raum B 108.

In Zentralamerika wurde der Kalte Krieg heiß. In Guatemala, El Salvador und Nicaragua verband sich das Lagerdenken des Ost-West-Konflikts mit regionalen Logiken und führte zu Massengewalt, blutigen Bürgerkriegen und Genozid. Gleichzeitig strahlten religiöse, soziale und politische Utopien und Aufbrüche eine große Faszination auf die Länder des Globalen Nordens aus, was sich in unterschiedlich konnotierten Solidaritätsbewegungen manifestierte.  
Ohne die Region als starren Container festzuschreiben, begreift das Seminar Zentralamerika als Telling Example transnationaler Zeitgeschichte, in dem sich grundlegende Elemente des Global Cold War verdichteten: Wie gestaltete sich das Verhältnis zu den USA? Weshalb interessierten sich europäische Regierungen zunehmend für die Region? Welche Rolle spielte hierbei die wachsende Sensibilität westlicher Zivilgesellschaften für Menschenrechtsfragen und sozioökologische Problemkonstellationen? Wie schärfte sich in Zentralamerika das Profil sozialer Bewegungen im Kontext gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ungleichheiten sowie ethnischer und kultureller Diversität? Anhand dieser und ähnlicher Fragen lassen sich mögliche Verbindungslinien zwischen allgemeiner Zeitgeschichte und Area Studies ausloten.


Prof. Dr. Dierk Hoffmann

Universität Potsdam
Hauptseminar: Zwischen Aufbruch und Beharrung. Das doppelte Deutschland in den 1960er Jahren
Zeit: Freitags, 14:00 - 16:00 Uhr


Dr. Eva Oberloskamp

Universität Augsburg
Proseminar: Die Bundesrepublik Deutschland und die europäische Integration
Zeit: Montags, 11.45 Uhr – 14.00 Uhr
Raum: D 2129

Die „deutsche Frage“ war nach 1945 ein wesentliches Antriebsmoment der westeuropäischen Integration: Nach den katastrophalen Verwerfungen zweier Weltkriege und dem Sieg über das NS-Regime galt es, den bevölkerungsreichen und wirtschaftlich wiedererstarkenden westdeutschen Staat in eine europäische Ordnung zu integrieren, die Frieden und Wohlstand sichert. Auf diese Weise sollte auch das vielfach noch bedrohlich wirkende Potential deutscher Stärke aufgefangen werden. In den folgenden Jahrzehnten blieb die Bundesrepublik Deutschland in besonderem Maße prägend für die wirtschaftliche und politische Entwicklung Europas. Das Proseminar bietet einen Überblick zur Rolle der Bundesrepublik im europäischen Integrationsprozess bis in die Gegenwart. Gleichzeitig wird in die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens einführt.

Literatur:

  • Kiran Klaus Patel: Projekt Europa. Eine kritische Geschichte, München 2018; Guido Thiemeyer: Europäische Integration. Motive – Prozesse – Strukturen, Köln u.a. 2010.

Prüfungsform: Hausarbeit


Sebastian Peters M.A.

Universität Würzburg
Seminar: Provenienzforschung als Detektiv-Geschichte. Eine praktische Einführung (Teil des Moduls Einführung in die Provenienzforschung)
Zeit: Blockseminar, Freitag 15.11., 9:00-17:00 Uhr, Samstag 16.11., 9:00-16:00 Uhr
Ort: Institut für Museologie der Universität Würzburg

Das Seminar findet im Rahmen des Masterstudiengangs "Sammlungen - Provenienz - Kulturelles Erbe" am Institut für Museologie der Universität Würzburg statt. Die Studierenden erhalten einen Einblick in die Grundlagen und Entwicklung der Provenienzforschung in Deutschland seit der Unterzeichnung der Washingtoner Prinzipien 1998 sowie einen Überblick zum aktuellen Stand der Provenienzforschung. Daneben liegt der Schwerpunkt des Seminars auf der konkreten Arbeitsebene: Welche Ressourcen gibt es für die Forschung und wie sind diese zu nutzen? Wo finden sich Informationen und Archivalien zu einzelnen Objekten? Welche Institutionen sind für den Recherche- und Restitutionsprozess von Bedeutung? Diese und weitere Fragen werden anhand von mehreren Fallbeispielen geklärt und geben somit eine Einführung in die Proveneinzforschung sowie eine Befähigung zu ersten eigenen Recherchen.


PD Dr. Thomas Schlemmer

LMU München
Basiskurs: Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg 1937 bis 1945
Zeit: Freitags, 14-17 Uhr
Beginn: 18. Oktober 2019
Ort: Historicum, 201

Zum Thema: Der Zweite Weltkrieg ist für die Geschichte des 20. Jahrhunderts von zentraler Bedeutung. Er bildet den Kulminationspunkt des „Zeitalters der Extreme“ (Eric Hobsbawm) und ist untrennbar mit der Geschichte des nationalsozialistischen Deutschland verbunden. Das Deutsche Reich löste diesen Krieg mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 nicht nur aus, sondern führte ihn als totalitären Eroberungs-, Lebensraum- und Vernichtungskrieg, dessen Folgen bis heute nachwirken. Das Seminar befasst sich an ausgewählten Beispielen mit der Politik und Kriegführung des Deutschen Reichs und verknüpft so Militär-, Politik und Sozialgeschichte miteinander. Besonderes Interesse gilt der faschistischen Kriegsallianz, also der „Achse“ Berlin – Rom – Tokio, so dass auch die globale Dimension des Konflikts in den Blick gerät. 

Zum Ablauf des Seminars: Voraussetzungen für das Bestehen des Basiskurses sind neben der regelmäßigen aktiven Teilnahme die Übernahme eines Referats mit Thesenpapier sowie die Anfertigung einer Hausarbeit zum Referat. Dazu kommt eine Klausur am Ende des Semesters, die aus zwei Teilen besteht: Fragen zum Thema des Seminars und Fragen, die das Fach (Zeit-)Geschichte sowie grundlegendende Techniken wissenschaftlichen Arbeitens betreffen. Erwartet wird zudem die Lektüre ausgewählter Texte zur Vorbereitung einzelner Sitzungen sowie die Bereitschaft zur Übernahme kleinerer Hausaufgaben zur Vertiefung der im Seminar behandelten Themen.

Materialien:


Prof. Dr. Elke Seefried, PD Dr. Ulrich Niggemann

Universität Augsburg
Hauptseminar: (BA, LA Gs Ms Rs): Geschichte der Zukunft 1500 - 2000
Zeit: Montags, 14:00-15:30 Uhr
Beginn: 21. Oktober 2019
Ort: D 1087

Zeit und Zukunft sind zu einem neuen Gegenstand der Geschichtswissenschaft geworden. Die Forschung zu Temporalität in der Geschichte boomt, und allerorten entstehen Studien zu vergangenen Zukunftsvorstellungen und ihren Wirkungen auf Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft. Diese Studien zeigen: Vergangene Zukunftsentwürfe sagen sehr viel über die damaligen Ordnungsvorstellungen und Erfahrungen aus und prägten zugleich damalige Zukünfte.

Dieses Seminar erkundet zunächst theoretische Grundlagen der Beschäftigung mit der vergangenen Zukunft und diskutiert dann an Beispielen die Geschichte von Zukunftsentwürfen, (verzeitlichten) Utopien und Prognosen vom Beginn der Neuzeit – etwa Thomas Morus‘ „Utopia“ – bis zum Ende des 20. Jahrhunderts, als ökologische Szenarien wie jenes von den „Grenzen des Wachstums“ die moderne Umweltbewegung maßgeblich beeinflussten.

Literatur:

  • Lucian Hölscher, Die Entdeckung der Zukunft, Frankfurt a.M. 1999 (Neuauflage Göttingen 2016)
  • Achim Landwehr, Geburt der Gegenwart. Eine Geschichte der Zeit im 17. Jahrhundert, Frankfurt a.M. 2014
     

Leistungsnachweis: Hausarbeit (als Studienleistung ist auch ein Referat mit Thesenpapier zu erarbeiten)

Sprechstunde: Montag, 15.30-16.00 Uhr, R 2020


PD Dr. Martina Steber

LMU München
Übung: „Was ist eigentlich konservativ?“ Eine ideengeschichtliche Archäologie des 19. und 20. Jahrhunderts
Zeit: Dienstag, 10:00-12:00 Uhr
Ort: Leopoldstr. 13, 1208

Die Frage nach dem, was den Konservatismus ausmache, begleitet seine Geschichte seit den Anfängen konservativen Denkens im späten 18. Jahrhundert. Die gegenwärtige kontroverse Debatte über den Konservatismus hat eine lange Geschichte. Wie keine andere der bestimmenden politischen Ideologien der Moderne scheint sich der Konservatismus definitorischen Festlegungen zu entziehen, und tatsächlich zeichnete er sich stets durch inhaltliche Flexibilität und immense Wandlungsfähigkeit aus – verteidigten Konservative in Deutschland über lange Zeit die Monarchie, wurden sie nach 1918/19 zu Vordenkern der Diktatur oder traten nach 1968 als Anwälte der Demokratie auf. Auch wenn das Argument, dass der Konservatismus keine Ideologie besitze und allein in der Lebenspraxis verankert sei, seit je zum Grundbestand eines konservativen Selbstverständnisses gehört, trugen Intellektuelle zur Formulierung dessen, was zu bestimmten Zeiten als „konservativ“ verstanden wurde, entscheidend bei. Auch dies gehört zu den vielen Ambivalenzen und Widersprüchlichkeiten, die den Konservatismus charakterisieren.

Die Übung betreibt eine ideengeschichtliche Archäologie des Konservatismus in der Moderne. Im Zentrum stehen die zentralen Texte konservativen Denkens in Europa und den USA im 19. und 20. Jahrhundert, die historischen Kontexte ihrer Entstehung, ihre Rezeption und Interpretation und damit auch die konservative Kanonbildung. Daneben werden Modelle diskutiert, die in Politik- und Geschichtswissenschaft zur Beschreibung der politischen Ideologie entwickelt wurden. „Was ist eigentlich konservativ?“, dieser Frage, die nicht nur das bekannte Forum in der Zeitschrift „Der Monat“ 1962 stellte, versucht die Übung auf die Spur zu kommen.


Gunnar Take, M.Sc.

LMU München
Übung: Deutsche Wirtschafts- und Sozialgeschichte 1871 bis 1945
Zeit: Montags 10-12 Uhr
Ort: Amalienstr. 52, K 302

Vom Kaiserreich bis zum Ende des „Dritten Reichs“ erfuhr die deutsche Wirtschaftsgeschichte vielfältige und häufig gegenläufige Entwicklungen. In dieser Übung werden sie anhand von Fallbeispielen analysiert sowie Zusammenhänge und langfristig Trends diskutiert.


Prof. Dr. Hermann Wentker

Universität Potsdam
Seminar: Politik und Gesellschaft in der SBZ (1945-1949)
Zeit: Montags, 8:00-10.00 Uhr

Das Seminar beschäftigt sich anhand der Forschungsliteratur und der vornehmlich seit 1990 publizierten Quellen mit zentralen Problemen der Entwicklung der Sowjetischen Besatzungszone. Dabei geht es zum einen um die Frage, wie in der SBZ die allgemeinen Nachkriegsprobleme bewältigt wurden (etwa: Hunger, Entnazifizierung, Wiederaufbau der Wirtschaft) und zum anderen um die Etablierung eines neuen politischen Systems unter der Ägide der Sowjetischen Militäradministration (SMAD). Neben der SMAD stehen dabei deren Repressionsinstrumente (Speziallager, Sowjetische Militärtribunale), die Entwicklung der Parteien, Gewerkschaften und Jugendverbände sowie die Installierung eines neuen Verwaltungsapparats im Mittelpunkt. Des Weiteren wird auf die besondere Rolle der Kirchen in der SBZ eingegangen.



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