Rückblick

IfZ-Sommercamp 2018

Auch in diesem Jahr fand in der ersten Augustwoche wieder das IfZ-Sommercamp statt. Fünf Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts für Zeitgeschichte wurden eine Woche lang von Nina Opfer, angehende Grundschulreferendarin und ehemalige Hilfskraft im Archiv, im Seminarraum des IfZ betreut. Bei den kleinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sorgte das Sommercamp für große Begeisterung. Zusammen wurde gebastelt, sich im Planschbecken abgekühlt, gekocht, gelesen und getobt. Den Eltern ermöglichte die Kinderbetreuung im Haus das Weiterarbeiten während der Kindergarten- und Schulferien.

Organisiert haben das Sommercamp die Gleichstellungsbeauftragte Anna Ullrich und ihre Stellvertreterin Mirella Kraska, die hierbei von zahlreichen Kolleginnen und Kollegen unterstützt wurden. So verwandelten Karl Zacher, Hausmeister des IfZ, und sein Kollege Norbert Kittl den institutseigenen Seminarraum für eine Woche in ein Mal-, Bastel- und Spieleparadies.

Das Sommercamp ist Teil des Engagements des IfZ für die berufliche Chancengleichheit von Frauen und Männern und die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Als das IfZ 2016 das Total E-Quality-Prädikat für den erfolgreichen Einsatz für Chancengleichheit und deren nachhaltiger Verankerung in Personal- und Organisationspolitik erhielt, wurde das Sommercamp als "innovative Maßnahme" besonders positiv hervorgehoben.


"XX. Century: IF THIS IS A WOMAN" in Bratislava

Call for Papers für eine vom Zentrum für Holocaust-Studien mitorganisierte internationale Konferenz


Der Einbezug von Frauen- und Geschlechterstudien hat im Bereich der Kriegsforschung und Holocaust-Studien zu wichtigen Entdeckungen geführt, neue Forschungsgebiete erschlossen und etablierte Narrative kritisch hinterfragt. Die Konferenz "XX. Century: IF THIS IS A WOMAN" möchte den spezifischen Erfahrungen von Frauen und anderen, in der Forschung oftmals marginalisierten Gruppen von Opfern und Tätern im Zweiten Weltkrieg und im Holocaust besondere Aufmerksamkeit schenken und die neuesten Forschungen zum Thema präsentieren und diskutieren.


Das Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte München ist Mitorganisator der internationalen Konferenz "XX. Century: IF THIS IS A WOMAN", die vom 21. bis zum 23. Januar 2019 in Bratislava stattfinden wird. Sie wird vom Department of General History, Faculty of Arts an der Comenius University in Bratislava, Slowakei, zusammen mit dem Zentrum organisiert. Vorschläge für (englischsprachige) Konferenzbeiträge können bis zum 30. Juni 2018 eingereicht werden.


Hier finden Sie nähere Informationen zur Konferenz und zur Bewerbung.


Männer und Frauen in der (Zeit-)Geschichte

Tagungstelegramm: Neue Perspektiven der Genderforschung

 

Seit rund drei Jahrzehnten verfolgt die Geschichtswissenschaft verstärkt geschlechtergeschichtliche Perspektiven. Die so genannte Genderforschung trägt der Erkenntnis Rechnung, dass geschlechtsspezifische Rollenmodelle und entsprechende Verhaltensnormen zentrale Bestandteile moderner politischer und sozialer Ordnungen sind. In den letzten Jahren richtet sich der Fokus vermehrt auf Männer und Männlichkeitsbilder.


Anlässlich des Erscheinens des Sammelbands "Männer mit 'Makel'", der Männlichkeiten und gesellschaftlichen Wandel in der frühen Bundesrepublik untersucht, veranstaltete das Institut für Zeitgeschichte am 28. März 2017 eine Podiumsdiskussion. Nach der Begrüßung durch Elke Seefried (Zweite Stv. Direktorin des Instituts für Zeitgeschichte München – Berlin) stellte Bernhard Gotto (Institut für Zeitgeschichte München – Berlin) kurz die zentralen Thesen der Veröffentlichung vor. Die Nachkriegszeit gilt als Phase der "Remaskulinisierung", so Bernhard Gotto, der den Band zusammen mit Elke Seefried herausgegeben hat. Gesellschaftlich akzeptierte Vorstellungen von Männlichkeit, die auf Leistungskraft, Gemeinschaftsorientierung und Heterosexualität fußten, setzten Männer, die "anders" waren, unter Konformitätsdruck. Die Nachkriegszeit liefert damit ein interessantes, bislang wenig erforschtes Kapitel "Männergeschichte". Anschließend zogen Bernhard Gotto und Julia Paulus (Referat für Frauen- und Geschlechtergeschichte, LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte) unter der Moderation von Sylvia Necker (Institut für Zeitgeschichte München – Berlin) eine Zwischenbilanz der Genderforschung in der Zeitgeschichte und diskutierten über neue Perspektiven.


Die öffentliche Podiumsdiskussion war Teil der Veranstaltungsreihe „Das ham‘ wir gleich“ der Gleichstellungsbeauftragten des Instituts für Zeitgeschichte und fand in Kooperation mit dem Verlag De Gruyter Oldenbourg statt.


Frauenförderung mit Prädikat

Das Institut für Zeitgeschichte ist für seine erfolgreiche Gleichstellungsarbeit erstmals mit dem Prädikat Total E-Quality ausgezeichnet worden. Elke Seefried, die Zweite Stellvertretende Direktorin des IfZ und Sylvia Necker, die Gleichstellungsbeauftragte, nahmen die Auszeichnung am 9. November bei einer Feierstunde in Nürnberg entgegen.
 

Das Prädikat „Total E-Quality“ wird an Institutionen und Unternehmen vergeben, die sich in ihrem Personalmanagement beispielhaft für die Chancengleichheit von Frauen und Männern einsetzen. Das Institut für Zeitgeschichte hat 152 Beschäftigte, darunter fast zwei Drittel Frauen. Der Anteil von Frauen in Leitungspositionen liegt bei 39 Prozent. Bereits seit 2012 hat das IfZ durch die Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit gestärkt. 2016 verabschiedete das Institut einen Gleichstellungsplan: Dieser reicht von einem eigenen Budget für die Gleichstellungsbeauftragte und die Förderung von Mentoring-Programmen für Wissenschaftlerinnen über die stärkere Präsenz von Frauen in der Außenwirkung des IfZ bis hin zur Zielsetzung, die Sitzungszeiten familienfreundlicher zu gestalten.

In ihrer Begründung für die Prädikatsverleihung hatten die Jurorinnen und Juroren insbesondere die „innovativen Maßnahmen“ des IfZ für mehr Gleichstellung betont. Dazu zählte beispielsweise ein in diesem Jahr erstmalig angebotenes Sommercamp, das auch in Ferienzeiten für Kinderbetreuung sorgte, sowie der Einsatz einer eigenen Arbeitsgruppe zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Verleihung des Prädikats geht maßgeblich auf eine Vorbereitungsgruppe bestehend aus Elke Seefried und Sylvia Necker sowie der stellvertretenden Gleichstellungsbeauftragten Annemone Christians, Verwaltungsleiterin Christine Ginzkey und der Betriebsratsvorsitzenden Ute Elbracht zurück.
 

Das Prädikat TOTAL E-QUALITY wird jährlich für die Dauer von drei Jahren vergeben. Es bescheinigt ein erfolgreiches und nachhaltiges Engagement für die Chancengleichheit von Frauen und Männern im Beruf. Zielsetzung ist eine individuelle Selbstverpflichtung der teilnehmenden Organisationen zur Chancengleichheit, die in einem transparenten Prozess auch überprüfbar sein muss. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf der Förderung von Frauen in Führungspositionen. Neben der Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht es um eine chancengerechte Personalbeschaffung und  -entwicklung, um die Förderung partnerschaftlichen Verhaltens am Arbeitsplatz sowie um die Berücksichtigung von Chancengleichheit in den Unternehmensgrundsätzen.


Gender in der Wissenschaft

Tagungstelegramm: Zeitgeschichtliche Perspektiven auf die Gleichstellung

Knapp über 30 Prozent aller an deutschen Universitäten lehrenden Professorinnen und Professoren sind weiblich, in der Geschichtswissenschaft lag der Frauenanteil 2012 bei 27 Prozent. Die Zahlen belegen die immer noch ungleiche Teilhabe von Frauen in den Beschäftigungs- und Hierarchiestufen in der deutschen Geschichtswissenschaft.

Das Thema „Gender in der Wissenschaft“ stand so auch im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion im Institut für Zeitgeschichte, mit der die Gleichstellungsbeauftragte Sylvia Necker und deren Stellvertreterin Annemone Christians ihre neue Veranstaltungsreihe "Das ham' wir gleich!" einläuteten. Wie hat sich die Genderforschung, die in den letzten Jahrzehnten mit einer Feminisierung der Geschichtswissenschaft einherging entwickelt, wie steht es um die Chancen von Gleichstellungspolitik heute? Auf dem Podium saßen Paula-Irene Villa (Lehrstuhl für Soziologie und Gender Studies, LMU München) und Kärin Nickelsen (Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte am Historischen Seminar der LMU München) und diskutierten zeitgeschichtliche Perspektiven auf die Gleichstellung. Moderiert wurde der Abend von Sylvia Necker.


Erfolgreiche Frauenförderung

Das IfZ wird mit dem Total E-Quality-Prädikat ausgezeichnet
 

Das Institut für Zeitgeschichte ist für seine erfolgreiche Gleichstellungsarbeit erstmals mit dem Prädikat Total E-Quality ausgezeichnet worden. Dieses Prädikat wird an Institutionen und Unternehmen vergeben, die sich in ihrem Personalmanagement beispielhaft für die Chancengleichheit von Frauen und Männern einsetzen.
 

„Gerade im Wissenschaftsbereich sind die Förderung von Frauen, aber auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wichtige Aufgaben“, sagt Prof. Dr. Elke Seefried, die Zweite Stellvertretende Direktorin des IfZ. „Wir freuen uns deshalb sehr, dass unsere vielfältigen Bemühungen für mehr Chancengleichheit erfolgreich waren.“ Das Institut für Zeitgeschichte hat 152 Beschäftigte, darunter fast zwei Drittel Frauen. Der Anteil von Frauen in Leitungspositionen liegt bei 39 Prozent. Bereits seit 2012 hat das IfZ durch die Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit gestärkt. Mit einem Gleichstellungsplan möchte das IfZ darüber hinaus die Chancengleichheit am Institut weiter vorantreiben. Der Gleichstellungsplan reicht von einem eigenen Budget für die Gleichstellungsbeauftragte und die Förderung von Mentoring-Programmen für Wissenschaftlerinnen über die stärkere Präsenz von Frauen in der Außenwirkung des IfZ bis hin zur Zielsetzung, die Sitzungszeiten familienfreundlicher zu gestalten.
 

„Gerade in den letzten Monaten hat sich das IfZ auf verschiedenen Ebenen für Gleichstellungsfragen stark gemacht“, so die Gleichstellungsbeauftragte Dr. Sylvia Necker. „Erst vor Kurzem lief das IfZ-Sommercamp, eine Kinderbetreuung im Haus, die Eltern zur Überbrückung von Kita-Schließtagen angeboten wird. Dass diese praktischen Maßnahmen nun in der Begründung für die Verleihung des Prädikats hervorgehoben werden, freut mich besonders.“ So hatten die Juroren eigens die „innovativen Maßnahmen“ des IfZ betont, darunter das erstmalig angebotene Sommercamp (siehe Foto) sowie den Einsatz einer eigenen Arbeitsgruppe zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die an weiteren konkreten Verbesserungsvorschlägen feilt. Die Verleihung des Prädikats geht maßgeblich auf eine Vorbereitungsgruppe bestehend aus Elke Seefried und Sylvia Necker sowie der stellvertretenden Gleichstellungsbeauftragten Dr. Annemone Christians, Verwaltungsleiterin Christine Ginzkey und der Betriebsratsvorsitzenden Ute Elbracht zurück.
 

Das Prädikat Total E-Quality wird jährlich für die Dauer von drei Jahren vergeben. Es bescheinigt ein erfolgreiches und nachhaltiges Engagement für die Chancengleichheit von Frauen und Männern im Beruf. Zielsetzung ist eine individuelle Selbstverpflichtung der teilnehmenden Organisationen zur Chancengleichheit, die in einem transparenten Prozess auch überprüfbar sein muss. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf der Förderung von Frauen in Führungspositionen. Neben der Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht es um eine chancengerechte Personalbeschaffung und  -entwicklung, um die Förderung partnerschaftlichen Verhaltens am Arbeitsplatz sowie um die Berücksichtigung von Chancengleichheit in den Unternehmensgrundsätzen.

 

 Weitere Informationen zu Total E-Quality


Chancengleichheit konkret

Für die kommenden vier Jahre hat sich das Institut für Zeitgeschichte erstmals einen konkreten Gleichstellungsplan gegeben. Er läuft vier Jahre lang, seine Umsetzung wird jährlich bewertet.

Das Institut für Zeitgeschichte versteht die Verwirklichung von Geschlechtergerechtigkeit als zentrale Querschnittsaufgabe, die sich auf alle Arbeitsbereiche erstreckt. In den letzten Jahren sind zahlreiche Maßnahmen zur Verwirklichung der Chancengleichheit eingeleitet und erfolgreich umgesetzt worden. Das IfZ setzt es sich weiterhin zum Ziel, Frauen explizit zu fördern, ein möglichst ausgewogenes Verhältnis von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in allen Karrierestufen und Arbeitsbereichen zu erreichen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu stärken.




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