Veranstaltungen in München

Moskau, München, Berlin

05.07.2018 - 19:00 Ort: München


Mit der russischen Revolution von 1917 begann die Kette revolutionärer Umbrüche in Ost- und Mitteleuropa. Neben Berlin wurde München 1918/19 zu einem der deutschen "Hot Spots" dieser Entwicklung und zu einem Schauplatz des Ringens um konkurrierende politische Modelle. In erster Linie ging es dabei um die Frage „Parlamentarische Demokratie oder Räterepublik?“. Doch mit der exzessiven Gewalt und dem Antisemitismus bei der Niederschlagung der „Bairischen“ Räterepublik zeichneten sich auch schon die Konturen eines rechtsextremen Gegenmodells ab. Bei den Revolutionskämpfen wie auch bei der damit verknüpften Frühgeschichte des Nationalsozialismus spielten „russische Importe“ von Menschen und Ideen eine wichtige Rolle. Die russisch-deutschen Wechselbeziehungen und München als Knotenpunkt dieser Verflechtungsgeschichte werden von deutschen und russischen Experten diskutiert.

Die Podiumsdiskussion ist Teil des wissenschaftlichen Kolloquiums der Gemeinsamen Kommission für die Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen zum Thema „Die Novemberrevolution im deutsch-russischen Kontext". Sie ist eine Kooperationsveranstaltung mit der Katholischen Akademie in Bayern und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München.


Mit Ferdinand Kramer (Institut für Bayerische Geschichte an der LMU München), Oksana Nagornaja (Staatliche Pädagogische Uschinski-Universität Jaroslawl), Andreas Wirsching (Institut für Zeitgeschichte München – Berlin) und Alexander Vatlin (Lomonossow-Universität Moskau). Moderation: Jürgen Zarusky (Institut für Zeitgeschichte München – Berlin).

ORT
Katholische Akademie in Bayern
Kardinal Wendel Haus Tagungszentrum
Mandlstraße 23
80802 München

ANMELDUNG
Katholische Akademie in Bayern
TEL (089) 38 10 2-0
info[at]kath-akademie-bayern.de
Eintritt: 5 Euro




© Institut für Zeitgeschichte