23.03.2015

Berliner Kolleg Kalter Krieg



Tagungs-Telegramm: Neue Forschungskooperation des IfZ - Auftaktveranstaltung mit Horst Teltschik

 

Berlin war einer der wichtigsten Brennpunkte des Kalten Krieges - 25 Jahre nach dessen Ende hat das Institut für Zeitgeschichte nun gemeinsam mit dem Hamburger Institut für Sozialforschung, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Humboldt-Universität zu Berlin in der ehemaligen "Frontstadt" das Berliner Kolleg Kalter Krieg | Berlin Center for Cold War Studies eröffnet. Das Kolleg unter Leitung von Bernd Greiner fördert den internationalen Wissenschaftsaustausch und treibt mit eigenständigen Projekten die Forschung über den Kalten Krieg voran.

 

 

 

Zur Eröffnung des Kollegs reflektierte am Donnerstag, 19. März eine abendliche Podiumsdiskussion das Ende des Ost-West-Konflikts, aber auch die sicherheitspolitische Situation der Gegenwart. Horst Teltschik, in den 1980er Jahren Vizechef des Bundeskanzleramtes und ehemaliger Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, berichtete über seine Erfahrungen in den Jahren 1989 bis 1991. Gemeinsam mit IfZ-Direktor Andreas Wirsching und dem neuen Kolleg-Leiter Bernd Greiner zog Teltschik Verbindungslinien zur aktuellen sicherheitspolitischen Situation in Europa. Ein besonderer Blick lag dabei auf Geschichte und Gegenwart des deutsch-sowjetischen bzw. deutsch-russischen Verhältnisses und seine Belastungen durch die Ukraine-Krise.

 

Bereits am Donnerstagnachmittag hatte sich das neue Kolleg Forschungs- und Bildungseinrichtungen in Berlin präsentiert und eine Vernetzung der vielfältigen Aktivitäten angeregt. Am Freitag diskutierte das Kolleg seine künftige Forschungsagenda mit internationalen Experten.

 

 

In der Arbeit des Kollegs stehen geschichtswissenschaftliche Beiträge zu den internationalen Beziehungen - und gerade zum globalen Kontext des Kalten Krieges - ebenso im Blickpunkt wie die Wahrnehmung und Verarbeitung von Konflikten, die Emotionsgeschichte des Kalten Krieges und die Implikationen der globalen Systemkonkurrenz für Gesellschaft und Wissenschaften in Ost und West. Es werden eigenständige Projekte durchgeführt, wissenschaftlicher Nachwuchs aus dem In- und Ausland mit Stipendien gefördert sowie Vorträge und Tagungen auch für eine interessierte Öffentlichkeit angeboten.

 

Weiterführende Informationen zum Berliner Kolleg Kalter Krieg finden Sie hier.

 

 

 




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