23.06.2015

Frieden durch Kommunikation



Tagungstelegramm: Das System Genscher und die Entspannungspolitik im Zweiten Kalten Krieg

 

Hans-Dietrich Genscher hat nicht nur den gelben Pullunder zum Markenzeichen erhoben, sondern auch der deutschen Außenpolitik seinen Stempel aufgedrückt: In der aktuellen Studie "Frieden durch Kommunikation. Das System Genscher und die Entspannungspolitik im Zweiten Kalten Krieg 1979-1982/83" hat Agnes Bresselau von Bressensdorf, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte, das Krisenmanagement des früheren Außenministers untersucht. Am Beispiel des sowjetischen Einmarsches in Afghanistan und der polnischen Krise belegt die Historikerin insbesondere seine deeskalierende Kommunikationspolitik und beschreibt die zentralen Faktoren des "Systems Genscher" bis hin zur Inszenierung von Außenpolitik als Entertainment.

 

Am 18. Juni hat das Institut für Zeitgeschichte die Neuerscheinung in einer gemeinsamen Abendveranstaltung mit der Friedrich Naumann Stiftung, dem Berliner Kolleg Kalter Krieg und dem Verlag De Gruyter Oldenbourg in Berlin vorgestellt und dazu auch Hans-Dietrich Genscher selbst aufs Podium geholt.

Moderiert von Andreas Wirsching, dem Direktor des Instituts für Zeitgeschichte, diskutierte der frühere Bundesaußenminister mit der Autorin Agnes Bresselau von Bressensdorf und dem Leiter des Berliner Kollegs Kalter Krieg, Bernd Greiner.




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