06.07.2015

Die letzte Volkskammer der DDR



Tagungstelegramm: Ein Lernprozess in Sachen Parlamentarismus


Die 10. Volkskammer war die erste und gleichzeitig auch letzte frei gewählte demokratische Volksvertretung der DDR. Vor welcher Herausforderung diese stand, veranschaulichte Bettina Tüffers von der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien in ihrem Vortrag am Mittwoch, 1. Juli 2015 in der Berliner Forschungsabteilung des Instituts für Zeitgeschichte: Die 400 Abgeordneten, die über so gut wie keine parlamentarische Erfahrung verfügten, mussten innerhalb von nur sechs Monaten die rechtlichen Voraussetzungen für den Vereinigungsprozess mit Westdeutschland schaffen.


Tüffers zeichnete den parlamentarischen Lernprozess der Abgeordneten nach und stellte zur Diskussion, ob das ungewöhnliche Parlament eine eigene Kultur ausbilden konnte, die es von anderen Parlamenten unterscheidet.




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