08.09.2015

Moskaus Spuren in Ostdeutschland



Tagungstelegramm: Perspektiven für die internationale Wissenschaftskooperation


Als sich Mitte der 1990er Jahre die Forschungsbedingungen in russischen Archiven verbesserten, setzten in der Bundesrepublik empirische Studien zur sowjetischen Besatzungspolitik in Deutschland und zur Sowjetischen Militäradministration als zentrale Institution ein. Elke Scherstjanoi vom Institut für Zeitgeschichte und Detlev Brunner von der Universität Leipzig legen mit dem Sammelband "Moskaus Spuren in Ostdeutschland 1945 bis 1949. Aktenerschließung und Forschungspläne" eine erste Bilanz vor, die die beiden Herausgeber am 3. September im Haus der Demokratie der Menschenrechte in Berlin vorstellten.


Die Neuerscheinung präsentiert die wichtigsten Projekte in Form von Erfahrungsberichten, stellt die beteiligten Institutionen vor, resümiert die Ergebnisse, benennt Defizite und skizziert Perspektiven, die im Anschluss an die Buchpräsentation zur Diskussion gestellt wurden. Gerade in einer Zeit, in der die deutsch-russischen Beziehungen auch im Bereich der Wissenschaft nicht einfacher geworden sind, nahm die Veranstaltung so auch mögliche Chancen der internationalen Forschungskooperation in den Blick.




© Institut für Zeitgeschichte