14.04.2016

Die Stadt, das Geld und der Markt



Tagungstelegramm: Immobilienspekulation in der Bundesrepublik 1960-1985

 

Angefacht durch niedrige Zinsen und die Suche nach vermeintlich sicheren Anlagen erleben begehrte Städte seit Jahren eine Immobilienpreisinflation. Die damit einhergehende Debatte über stark steigende Grundstückpreise und Mieten hat historische Vorläufer: Bereits seit 1960 wurde regelmäßig über das gleiche Problem gestritten. Als Schuldige galten profitgierige "Spekulanten", denen unmoralische Geschäftsmethoden vorgeworfen wurden, wie Karl Christian Führer (Hannover) in seinem Buch "Die Stadt, das Geld und der Markt. Immobilienspekulation in der Bundesrepublik 1960-1985" dokumentiert. Am 7. April stellte der Autor seine Studie im Institut für Zeitgeschichte in München vor.

 

Anhand zahlreicher Beispiele aus deutschen Großstädten untersuchte er das Thema Immobilienspekulation und bietet damit Einblicke in die bundesdeutsche Gesellschafts- und Wirtschaftsgeschichte, die bis heute aktuell sind.

Mit dem Autor diskutierten auf dem Podium der Alt-Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München Christian Ude und der Frankfurter Historiker Werner Plumpe. Die Moderation übernahm Andreas Wirsching, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte.




© Institut für Zeitgeschichte