21.06.2016

Das Private im Nationalsozialismus



Tagungstelegramm: Internationale Konferenz „The Private in Nazi Germany“ in Nottingham


Das IfZ-Projektteam mit seinen Kooperationspartnerinnen an der University of Nottingham: Prof. Dr. Elizabeth Harvey, Christian Packheiser, Dr. Sven Keller, Dr. Annemone Christians, Carlos A. Haas, Prof. Dr. Andreas Wirsching, Prof. Dr. Maiken Umbach, Prof. Dr. Johannes Hürter (Projektleiter IfZ)Was ist Privatheit in einer totalitären Diktatur? Mit dieser Frage beschäftigte sich am Beispiel der NS-Diktatur eine internationale Konferenz in Nottingham vom 20. bis 22. Juni, die vom IfZ Projektteam „Das Private im Nationalsozialismus“ mit seinen Kooperationspartnerinnen Elizabeth Harvey und Maiken Umbach (The University of Nottingham) organisiert wurde.

In einem Eröffnungsvortrag (Mary Fulbrook, London) und fünf Sektionen wurden die Schwerpunkte auf die methodischen Zugänge, auf Ehen und persönliche Beziehungen, auf Sexualität und Körper, auf Kultur und Konsum sowie auf private Wohnräume gelegt. Außerdem thematisierte eine Sondersektion die Präsentation von Privatfotografien in Holocaust-Museen. Von Seiten des Instituts waren Andreas Wirsching sowie alle vier Projektmitarbeiter des von der Leibniz Gemeinschaft geförderten IfZ-Forschungsprojekts mit eigenen Referaten vertreten.

In den Referaten und durchweg intensiven Diskussionen sowie einem abschließenden Round Table mit Nick Stargardt (Oxford), Eve Rosenhaft (Liverpool) und Moritz Föllmer (Amsterdam) bestand Konsens darüber, dass der am IfZ für die NS-Forschung operationalisierte Privatheitsbegriff – so fluide er auch ist und so verschieden die Herangehensweisen auch sein mögen – einen neuen und weiterführenden Ansatz bietet, um die Herrschaft und soziale Praxis der NS-Diktatur zu erforschen. Eine Veröffentlichung der Tagungsbeiträge ist geplant.


Das Programm der Konferenz zum Download

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt „Das Private im Nationalsozialismus“




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