22.07.2016

„Rechtsruck“



Tagungstelegramm: Wie aktuell ist die NS-Vergangenheit?

Die Zahl von rechten Gewalttaten ist mit der Flüchtlingskrise sprunghaft angestiegen, regelmäßig kommt es zu Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte. Mit der AfD hat eine rechtspopulistische Partei den Sprung in mehrere Landesparlamente geschafft. Als Sammlungsbewegung gelingt es ihr, jenes Protestpotenzial abzuschöpfen, das sich nicht nur an den Rändern, sondern bis in die bürgerliche Mitte hinein gebildet zu haben scheint.

Ist die deutsche Gesellschaft auf dem Weg zu einem „Extremismus der Mitte“? Welche Rolle spielen dabei die Bezüge zur NS-Vergangenheit und wie gehen wir gerade angesichts dieser Geschichte mit rechtsextremistischen Strömungen um? Diesen Fragen stellte sich eine prominent besetzte Podiumsdiskussion im „Kleinen Saal“ des Kongresshauses Berchtesgaden veranstaltet von der Dokumentation Obersalzberg – in unmittelbarer Nähe zu dem Ort, an dem mit Hitlers Berghof ein Machtzentrum des NS-Staates stand.

Auf unserem Podium am Montag, 18. Juli, saßen Alois Glück (Präsident des Bayerischen Landtags a.D.), Bernd von Heintschel-Heinegg (Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht München a.D.), Martin Becher (Geschäftsführer des Bayerischen Bündnisses für Toleranz), Ursula Münch (Direktorin der Akademie für politische Bildung Tutzing) und Axel Drecoll (Institut für Zeitgeschichte/Fachlicher Leiter der Dokumentation Obersalzberg). Moderiert wurde die Runde von Sven Keller vom Institut für Zeitgeschichte.




© Institut für Zeitgeschichte