10.11.2016

Menschenrechte im Wettbewerb



Tagungstelegramm: Der Ost-West-Konflikt und die Entwicklung des Menschenrechtsschutzes in den Vereinten Nationen (1966-1993)

Als die Vereinten Nationen in den Jahren 1966 bis 1993 ihr System zum Schutz der Menschenrechte entwickelten, trafen drei prägende Ereignislinien aufeinander: der Ost-West-Konflikt, die Dekolonisierung bzw. der Nord-Süd-Konflikt und der steigende politische Einfluss westlicher Zivilgesellschaften. Osten, Westen und der globale Süden stritten in den Vereinten Nationen um die Deutungshoheit über Menschenrechte und versuchten, diese zur Legitimierung ihrer jeweiligen politischen Ziele zu nutzen und ihren internationalen politischen Einfluss zu erweitern.


Peter Ridder von der Universität Köln hat am 9. November 2016 in der Berliner Forschungsabteilung des Instituts für Zeitgeschichte sein Dissertationsprojekt zu diesem Thema vorgestellt. Der Vortrag konzentrierte sich auf die Auswirkungen der Systemkonkurrenz zwischen Ost und West und zeigte auf, wie diese die Entwicklung des UN-Menschenrechtsschutzes antrieb und zugleich die Ursachen für zahlreiche Probleme schuf, die die Menschenrechtsarbeit der Vereinten Nationen bis in die Gegenwart prägten.




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