24.11.2016

"Mein Kampf"-Team ausgezeichnet



Der IfZ-Historiker Christian Hartmann und das Projektteam der kritischen Edition von Hitlers „Mein Kampf“ wurden bei der Jahrestagung der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin mit dem Wissenschaftspreis des Stifterverbandes „Gesellschaft braucht Wissenschaft“ ausgezeichnet.


Der Wissenschaftspreis wird auf Vorschlag der Leibniz-Gemeinschaft für hervorragende wissenschaftliche Gesamtleistungen vergeben, die sich durch besondere gesellschaftliche Relevanz und gute Umsetzbarkeit auszeichnen. Vor festlicher Kulisse im Berliner Museum für Kommunikation nahmen die Herausgeber der Edition, Christian Hartmann, Thomas Vordermayer, Roman Töppel und Othmar Plöckinger den Preis entgegen.

Mit der Vergabe des Preises würdigte Andreas Schlüter, der Vorsitzende des Stifterverbandes in seiner Ansprache die große wissenschaftliche Leistung des Editionsteam, das mit der  historisch-kritischen Ausgabe von „Mein Kampf“ eine große Lücke in der Forschung über den Nationalsozialismus in Deutschland geschlossen habe. Gleichzeitig hob der Stifterverband auch die hohe gesellschaftliche Sensibilität hervor, mit der das Institut für Zeitgeschichte dieses Projekt begleitet hatte.

Neben Christian Hartmann und seinem Team zeichnete der Stifterverband auf Vorschlag der Leibniz-Gemeinschaft in diesem Jahr erstmalig einen weiteren Preisträger aus: Die Hälfte des mit 50.000 Euro dotierten Wissenschaftspreises geht an den Immunologen Cesar Muñoz-Fontela vom Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie in Hamburg, der über neue Therapien gegen die Infektionskrankheit Ebola forscht.

 

Weitere Informationen zum Projekt "Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition" finden Sie hier




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