Die deutsche Zentralbank zwischen Weimarer Republik und Bundesrepublik

Tagungstelegramm: Personen, Generationen und Konzepte im internationalen und zeithistorischen Kontext (1920er bis 1970er Jahre)

Die Deutsche Bundesbank ist eine zentrale Institution der deutschen Wirtschaftsordnung. Sie verwaltet die Währungsreserven, versorgt die Wirtschaft als Notenbank mit Bargeld und ist für die Stabilität der Währung verantwortlich. Doch die Rolle der Reichsbank im Nationalsozialismus und ihr Übergang zur Bundesrepublik sind bisher nur unzureichend erforscht. Welche Bedeutung hatte die Reichsbank für die Ausbeutung europäischer Volkswirtschaften während des Zweiten Weltkriegs? Welche personellen Kontinuitäten zeigen sich im Fall der Zentralbank über 1945 hinweg und welche professionellen Konzepte und ökonomischen Ideen setzten sich in der Bundesrepublik fort?

Unter anderen diese Fragen werden derzeit im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts des Instituts für Zeitgeschichte München–Berlin und der London School of Economics and Political Science bearbeitet. Vom 22. bis 24. September fand eine erste internationale Konferenz in Frankfurt am Main statt, deren Ziel es war, ökonomische, kulturelle und soziale Perspektiven auf die Entwicklung des deutschen Zentralbankwesens miteinander zu verbinden und die deutsche Finanzgeschichte von der Weimarer Republik bis in die frühe Bundesrepublik zu beleuchten. Die Beiträge boten erste Einblicke in die vorläufigen Ergebnisse der Einzelprojekte. Dabei ermöglichte die Diskussion mit einem ausgewählten internationalen Fachpublikum Vergleiche mit Währungsinstitutionen anderer Länder.

Einen ausführlichen Tagungsbericht finden Sie demnächst bei H-Soz-Kult.



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