Dass das IfZ unter Wirschings Ägide so erfolgreich war, führte Kiran Klaus Patel (LMU), der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats, unter anderem darauf zurück, dass Andreas Wirsching als Schachspieler selbst „dreidimensionales Schach“ beherrsche, also komplexe dynamische Situationen überblicke. Dass das nicht nur für sein Management gilt, sondern ebenso für seine Forschung, machte neben Patel auch Hélène Miard-Delacroix (Sorbonne, Paris) deutlich. Gemeinsam mit Wirsching gibt sie die Akten zur Auswärtigen Politik heraus. In ihrer persönlich gehaltenen Ansprache zeichnete sie Wirschings akademischen Werdegang nach: angefangen vom Studenten, der sich intensiv mit der Literatur zur Französischen Revolution auseinandersetzte, bis zu seiner Habilitation Vom Weltkrieg zum Bürgerkrieg? Politischer Extremismus in Deutschland und Frankreich 1918–1933/39. Berlin und Paris im Vergleich, die ihn zum Zeithistoriker und Experten der Weimarer Republik gemacht hat.