Ungewisse Wege und neue Verantwortung

Tagungstelegramm: Ungewisse Wege und neue Verantwortung

Auf der Gratwanderung zwischen den Beitrittswünschen mitteleuropäischer Staaten und Rücksichtnahme auf Russland fiel 1994 die Entscheidung für eine NATO-Osterweiterung. Während in der EU wichtige Weichenstellungen in der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik sowie bei der Vorbereitung der Wirtschafts- und Währungsunion gelangen, vollzog sich in Ruanda ein Völkermord. Im ehemaligen Jugoslawien verschärfte sich die militärische Lage durch Angriffe auf UN-Schutzzonen. Die NATO griff ein, zeitgleich wurden diplomatische Lösungsansätze vorangetrieben.

Quellen aus dem Auswärtigen Amt zu den Ereignissen des Jahres 1994 sind für den neuen Jahrgang der Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland (AAPD) ausgewählt und ediert worden und nun als Buchpublikation erschienen. Vorgestellt wurde der neue Band der AAPD am 1. Dezember 2025 im Auswärtigen Amt in Berlin.

Nach einer Begrüßung durch Martin Kröger, Leiter des Politischen Archivs des Auswärtigen Amts, und Andreas Wirsching, Hauptherausgeber der AAPD, hat der ehemalige Botschafter Michael Steiner den neu erschienenen Jahrgang 1994 präsentiert. Im Anschluss diskutierte er die Erkenntnisse mit Anna Sauerbrey, der außenpolitischen Koordinatorin bei der ZEIT, und Tim Geiger, dem wissenschaftlichen Leiter der AAPD-Editionsgruppe. 
 



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