Ein Bischof wie andere?

Tagungstelegramm: Michael von Faulhaber als Repräsentant seines Amtsbrüdermilieus

Um Kardinal Faulhabers Positionen und seine Haltung während und nach dem Nationalsozialismus erkennen, unterscheiden und beurteilen zu können, müssen seine Ordnungsvorstellungen mit den Positionen anderer Bischöfe verglichen werden. War der Kardinal ein Sonderling oder entsprach seine Haltung der seiner Amtsbrüder? „Allgemein würde ein Vergleich innerhalb des deutschen Episkopats lohnen“, betonte der Faulhaber-Experte Peter Pfister 2018. Der Vortrag von Olaf Blaschke (Universität Münster) am 10. Oktober in der Katholischen Akademie in Bayern unternahm dieses Wagnis, nach geteilten Deutungsmustern vor und nach 1945 zu fragen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu markieren sowie Kontinuitäten und Diskontinuitäten aufzuzeigen.

Die Veranstaltung war eine Kooperation des IfZ mit der Katholischen Akademie in Bayern, dem Seminar für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte der Universität Münster und dem Erzbischöflichen Archiv München. Sie war Teil des Workshops "Katholizismus im Umbruch? Michael Kardinal von Faulhaber und die katholische ‚Ordnung‘ in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts".



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