Eine belastete Geschichte

Vor siebzig Jahren wurde der Bundesnachrichtendienst gegründet

Am 1. April 1956 wurde der Bundesnachrichtendienst ins Leben gerufen, der (west-)deutsche Auslandsgeheimdienst blickt aber auf eine lange, bis ins erste Nachkriegsjahr reichende Gründungsgeschichte zurück, Schon 1946 entstand unter amerikanischer Regie die Organisation Gehlen, ein Kind des beginnenden Kalten Kriegs, unter Führung des ehemaligen Generalmajors Reinhard Gehlen, dem zwischen 1942 und 1945 die Abteilung Fremde Heere Ost im Oberkommando des Heeres unterstanden hatte. Die personelle Kontinuität zwischen der NS-Zeit und der Ära Adenauer auch auf dem Gebiet der Geheimdienste sowie die Bedeutung der nachrichtendienstlichen Arbeit in Zeiten des Ost-West-Konflikts und der deutschen Teilung haben immer wieder auch in den Vierteljahrsheften für Zeitgeschichte ihren Niederschlag gefunden.

Sarah Lias Ceide, Nachrichtendienst als Familienangelegenheit. Johannes und Reinhard Gehlen in Italien in den Anfangsjahren des Kalten Kriegs, in: VfZ 73 (2025), S. 221–251.

Thomas Wolf, Die Anfänge des BND. Gehlens Organisation – Prozess, Legende und Hypothek, in: VfZ 64 (2016), S. 191–226.

Hermann Wentker, Die DDR in den Augen des BND (1985–1990). Ein Interview mit Dr. Hans-Georg Wieck, in: VfZ 56 (2008), S. 323–358.

Matthias Uhl/Armin Wagner, „Die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen nachrichtendienstlicher Aufklärung“. Bundesnachrichtendienst und Mauerbau, Juli–September 1961, in: VfZ 55 (2007), S. 681–726.

 



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