Politisierung des Klimas. Die Entstehung der internationalen Klimapolitik (ca. 1979-1995)

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (IfZ):   Pascal Pawlitta
Projektinhalt:

Das Dissertationsvorhaben untersucht, wie die von Seiten der Wissenschaft postulierte Problematik eines anthropogenen Klimawandels zu einem politischen Handlungs- und Regelungsbereich auf internationaler Ebene wurde. Ausgehend von der ersten internationalen wissenschaftlichen Zusammenkunft, die sich mit menschlichen Einflüssen auf das Klima auseinandersetzte, der 1979 in Genf abgehaltenen Weltklimakonferenz, nimmt das Projekt die Entstehung eines internationalen Politikfeldes zum Thema Klimawandel im Zusammenspiel von UN-Ebene, nationalen Regierungen, (Klima)Wissenschaft sowie zivilgesellschaftlichen und wirtschaftlichen Interessenorganisationen bis in die frühen 1990er Jahre in den Blick. Anknüpfend an methodische Grundannahmen einer Kulturgeschichte des Politischen richtet sich das Interesse neben den sich abzeichnenden Akteurs- und Interessenkonstellationen unter anderem auch auf spezifische Argumentationssequenzen und die damit verbundenen Deutungsangebote, um die wirklichkeitskonstruierende und -strukturierende Funktion von Sprache und Diskursdynamiken bei der Herausbildung eines klimapolitischen Handlungsfeldes zu berücksichtigen. Zwei nationale Perspektiven finden vertieft Beachtung: Jene der USA als einer der bedeutendsten Akteure für Genese und Gestalt klimapolitischer Bestrebungen auf internationaler Ebene sowie die der Bundesrepublik, die international alsbald als klimapolitischer Vorreiter galt.

Zum Gesamtprojekt -->




© Institut für Zeitgeschichte