Der am IfZ angesiedelte Arbeitskreis bringt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, die sich aus geschlechtergeschichtlicher Perspektive für den Wandel der Demokratie interessieren – und umgekehrt: die in demokratiehistorischer Absicht nach der Bedeutung der Kategorie „Geschlecht“ fragen. Seit 2017 bündelt der Arbeitskreis ähnlich gelagerte Forschungsfragen und -interessen, um einen regelmäßigen Austausch zu ermöglichen. Die einigende Grundüberzeugung seiner Mitglieder lautet, dass die Kategorie „Geschlecht“ für die zeitgeschichtliche Forschung konzeptionell und heuristisch großes Erkenntnispotenzial erschließt. Eine deutliche Leerstelle besteht forschungspraktisch allerdings darin, die geschlechtergeschichtliche Dimension in die in den letzten Jahren revitalisierte Demokratiegeschichte einzubeziehen. Ein Ziel des Arbeitskreises ist es daher, Überlegungen anzustellen, in welcher Weise sich diese beiden Kategorien aufeinander beziehen lassen und auf welche Weise sich dies mittelfristig operationalisieren lässt.
Aus dem Arbeitskreis ist das Verbundprojekt „Demokratie und Geschlecht: Konflikte um die Ordnung der deutschen Gesellschaft im 20. Jahrhundert“ hervorgegangen. Es wird seit Herbst 2022 von der Gerda Henkel Stiftung gefördert. Beteiligt sind das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin, der Lehrstuhl für transnationale Geschichte des 19. Jahrhunderts an der Ruhr-Universität Bochum und der Lehrstuhl für Neueste Geschichte an der Universität Bayreuth. Das Projekt ist in die Strukturen des Arbeitskreises eingebunden.
Dem Arbeitskreis gehören an:
- Benedikt Breisacher, Universität Bayreuth
- Dr. Valérie Dubslaff, Université Rennes 2
- Dr. Jane Freeland, Queen Mary University of London
- Dr. Claudia C. Gatzka, Universität Freiburg
- PD Dr. Bernhard Gotto, IfZ (Sprecher)
- Faruk Güler M.A., Ruhr-Universität Bochum
- Prof. Dr. Isabel Heinemann, Universität Bayreuth
- Prof. Dr. Kirsten Heinsohn, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
- Prof. Dr. Christina von Hodenberg, Deutsches Historisches Institut London
- Mirjam Höfner M.A., Archiv der deutschen Frauenbewegung, Kassel
- Sandra Holtrup M.A., IfZ
- Christina Holzmann M.A., IfZ
- Nadia Labadi, M.A., IfZ
- Prof. Dr. Sandra Maß, Ruhr-Universität Bochum
- PD Dr. Eva Oberloskamp, IfZ
- Dr. Julia Paulus, LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, Münster
- Prof. Dr. Till van Rahden, Université de Montréal
- Dr. Christian Rau, IfZ
- Dr. Manuela Rienks, IfZ
- PD Dr. Anette Schlimm, IfZ
- Prof. Dr. Michael Schwartz, IfZ
- Helena Schwinghammer M.A., IfZ
- Prof. Dr. Martina Steber, IfZ (Sprecherin)
- Prof. Dr. Andreas Wirsching, IfZ
- Dr. Kerstin Wolff, Archiv der deutschen Frauenbewegung, Kassel