Geschichte des Gaues Mecklenburg 1925-1945

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (IfZ):  Dr. Michael Buddrus
Projektinhalt:

Das Projekt „Geschichte des Gaues Mecklenburg 1925-1945“ zeichnet die Geschichte der mecklenburgischen NSDAP sowie ihrer Gliederungen, angeschlossenen Verbände und betreuten Organisationen nach und ermittelt und analysiert das Führungspersonal dieser Formationen. Nach der bereits im Juli 1932 durch reguläre Wahlen erfolgten Machtübernahme der NSDAP verbindet sich diese zuerst eher parteizentrierte Untersuchung mit einer Analyse der Geschichte des Landes Mecklenburg im Nationalsozialismus. In diese Landesgeschichte Mecklenburgs im „Dritten Reich“ werden sowohl Aspekte der Bevölkerungsentwicklung, der Sozial- und Kulturpolitik, Entwicklung der staatlichen Repression und ihrer Organe (Polizei, Justiz) als auch Betrachtungen zur Alltagsgeschichte und des Lebens an der „Heimatfront“ einfließen, mithin Bereiche, die für Mecklenburg noch nie tiefer gehend betrachtet wurden. Ein vorrangiges Interesse gilt jedoch der NS-geprägten Wirtschaftspolitik, durch die Mecklenburg in kurzer Zeit von einer überwiegend agrarisch bestimmten Region zu einem industriedominierten und handwerksgeprägten Land entwickelt wurde. Bei allen Untersuchungen werden die keineswegs konfliktfreien Interdependenzen des Zusammenwirkens von Staatsverwaltung und Parteiorganisaton in den Blick genommen und darüber hinaus echte oder vermeintliche mecklenburgische Spezifika mit den Entwicklungen in anderen NS-Gauen und im Reich kontrastiert.




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