Integration durch Arbeit? Berufsqualifikation als Integrationsmaßnahme für MigrantInnen der 2. Generation in den 1970er und 80er Jahren in der Bundesrepublik Deutschland

Projektinhalt:

Das Promotionsprojekt untersucht die Bedeutung von Maßnahmen zur Berufsqualifikation für die Integration von ausländischen Jugendlichen der zweiten Generation in den 1970er und 80er Jahren in der Bundesrepublik. Dabei wird nach der Bedeutung gefragt, die beteiligte Akteure und Institutionen (v.a. das Bundes- sowie die Landesarbeitsministerien, Arbeitsämter, Unternehmen, Gewerkschaften, Handwerkskammern sowie Wohlfahrtsverbände) der Ausbildungs- und Arbeitsreife für die Eingliederung der ausländischen Jugendlichen beimaßen. Außerdem werden konkrete Konzepte und Maßnahmen sowie ihre Umsetzung in die Praxis analysiert.

 

Den ersten Schwerpunkt und gewissermaßen makrohistorischen Rahmen der Untersuchung bilden die Beschäftigungs-, Ausländer- und Integrationspolitik auf Bundesebene sowie integrationspolitische Aushandlungsprozesse und Diskurse auf Bundes- und Landes- sowie auf kommunaler Ebene.

 

In einem zweiten – meso- und mikrohistorischen – Schwerpunkt, der der Konkretisierung der (bundes-)politischen Rahmenbedingungen gilt, wird nach der praktischen Umsetzung sowie nach konkreten arbeitsmarktbezogenen Bildungs- und Integrationsmaßnahmen für MigrantInnen der zweiten Generation in westdeutschen Unternehmen, Gewerkschaften, Kammern, Wohlfahrtsverbänden und Arbeitsämtern gefragt. In diesem Kontext werden die beruflichen Tätigkeiten, die praktische Gestaltung und Umsetzung von Programmen zur Berufsqualifikation und die Frage nach gesellschaftlichem Aufstieg in den Blick genommen.


Finanziert durch die Friedrich-Ebert-Stiftung.




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