München nach Olympia 1972. Die Ära der Oberbürgermeister Georg Kronawitter und Erich Kiesl 1972 bis 1993

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (IfZ):  PD Dr. Thomas Schlemmer,   Julia Mertens
Projektinhalt:

1972 stand München im Licht der Weltöffentlichkeit – wegen der XX. Olympischen Sommerspiele und wegen des tödlichen Anschlags einer Gruppe palästinensischer Terroristen auf die Olympiamannschaft Israels. Mehr als ein halbes Jahrhundert später ist diese Phase der Stadtgeschichte vergleichsweise gut aufgearbeitet, während die folgenden beiden Dekaden noch der Erforschung harren. Wie andere (west-)deutsche Großstädte sah sich auch München nach langen Jahren stürmischen Wachstums mit krisenhafter Stagnation und politischen Umbrüchen konfrontiert, die Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft vor neue Herausforderungen stellten. Die urbane Transformation nach dem Ende des „Wirtschaftswunders“ bis in die ersten Jahre der Berliner Republik steht im Zentrum des Interesses. Das Projekt fragt nach den Strukturen, Prozessen und Akteuren, welche die Politik in der Großstadt bestimmten, nimmt zentrale Politikfelder wie Stadtplanung- und Stadtentwicklung, Verkehr, Wohnen, Umwelt oder Migration in den Blick und richtet den Fokus auf neue Ansprüche und Formen der politischen Teilhabe der Bürgerschaft, auf soziale Gruppen an der prekären Peripherie der Stadtgesellschaft und auf die Auseinandersetzung um die Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raums. Dabei geht es um die Besonderheiten des untersuchten Zeitraums ebenso wie um die Vorgeschichte gegenwärtiger Problemlagen.

Das Projekt wird von der Landeshauptstadt München finanziert und vom Stadtarchiv München, dem Institut für Zeitgeschichte München–Berlin und der Universität Augsburg durchgeführt. Seit 2025 arbeiten Julia Mertens (betreut von Thomas Schlemmer, Institut für Zeitgeschichte) und Marc Schmidt (betreut von Marita Krauss, Universität Augsburg) an ihren Dissertationen, die 2028 abgeschlossen sein sollen. 




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