Vom Hoffnungsträger zum Prügelknaben. Die Treuhandanstalt zwischen wirtschaftlichen Erwartungen und politischen Zwängen (1989-1991)

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (IfZ):  Dr. Andreas Malycha
Projektinhalt:

Gegenstand des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Einzelprojekts sind Personal, Organisation, Aufgabenprofil und interne Arbeitsverteilung (Geschäftsordnungen) der Treuhandanstalt. In diesem Kontext ist die Konstituierung von Direktorium, Verwaltungsrat und Vorstand von besonderem Interesse. Außerdem soll die Rolle einzelner Mitarbeiter untersucht werden, die in den Führungsgremien der Treuhandanstalt an maßgeblichen Entscheidungen beteiligt waren. Der Untersuchungszeitraum reicht vom Herbst 1989, als die Treuhandanstalt im letzten Jahr der DDR entstand, über die Phase der Umstrukturierung und Neuausrichtung nach der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion unter Detlev Karsten Rohwedder bis zum Ende der Amtszeit Birgit Breuels im Dezember 1994.


Ziel des Projekts ist eine empirisch fundierte Analyse von Entstehung, Arbeitsweise und Bedeutung der Treuhandanstalt. Das Projekt widmet sich ferner den Erwartungshaltungen und wirtschaftspolitischen Vorstellungen, die sich mit der Gründung der Treuhandanstalt verbanden, wirft einen analytischen Blick auf das Innenleben einer Institution, die den Prozess der Privatisierung zu organisieren hatte, und lotet Handlungsspielräume und Zwangslagen im politischen Kräftefeld Gesamtdeutschlands aus.




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