Gastwissenschaftler/innen am IfZ

Das Institut beherbergt stets auch Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler aus dem In- und Ausland, die die renommierte Infrastruktur des Instituts nutzen und ihre Projekte zur Diskussion stellen. Neben den Fellowships des Zentrums für Holocaust-Studien am IfZ und den EHRI-Fellowships ermöglicht auch ein DAAD-Fellowship einen Aufenthalt am IfZ im Rahmen der Leibniz-Gemeinschaft.
Zusätzlich wird ein ganzjähriges Forschungsstipendium des Instituts für Zeitgeschichte vergeben, das am Historischen Kolleg angesiedelt ist. Mehr Informationen hierzu auf der Seite des Historischen Kollegs.

 

Aktuelle Gastwissenschaftler/innen

Prof. Maria Fritsche ist seit 2016 Professorin for moderne internationale Geschichte an der Norwegian University of Science and Technology NTNU in Trondheim, Norwegen. Studierte Geschichte, Politikwissenschaft u. Gender Studies in Wien und Bern und promovierte 2009 in Filmgeschichte an der University of Portsmouth. Monografien: „The American Marshall Plan Film Campaign and the Europeans. A Captivated Audience?“. Bloomsbury Academic. London, New York 2018 (als Taschenbuch 2019). „Homemade Men in Postwar Austrian Cinema: Nationhood, Genre and Masculinity“. Berghahn. New York, Oxford 2013. „Entziehungen. Österreichische Deserteure und Selbstverstümmler in der Deutschen Wehrmacht“. Böhlau. Wien, Köln, Weimar 2004. Das aktuelle Forschungsprojekt setzt sich mit der Wehrmachtgerichtsbarkeit und den Beziehungen zwischen Besatzern und Besetzten im besetzten Nordeuropa auseinander.

Kontakt: maria.fritsche[at]ntnu.no


Dr. Bodo Mrozek ist seit Februar 2019 Fellow am Berliner Kolleg Kalter Krieg (BKKK) des IfZ. Er studierte Geschichte in Berlin und Amsterdam, war Pauschalist der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Stipendiat der Deutschen Historischen Institute in London, Paris und Washington und des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung sowie Visiting Scholar an der Columbia University, der University of London (Queen Mary) und am Centre d'histoire culturelle des sociétés contemporaines de l'Université de Versailles Saint-Quentin-en-Yvelines. Er wurde 2016 an der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit promoviert, die unter dem Titel "Jugend -- Pop -- Kultur. Eine transnationale Geschichte" (Suhrkamp) im März 2019 erschien und ist Herausgeber einer zweibändigen "Popgeschichte" (Transcript 2014). Weitere Veröffentlichungen galten der Geschichte der Reformbewegungen um 1900 und der Jugendbewegung in Weimarer Republik und Nationalsozialismus, den historischen Sound Studies und der (Populär-)Kultur des Kalten Krieges. Bodo Mrozek war Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und vertrat zuletzt die Professur für Theorie und Geschichte der Populären Musik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Forschungsinteressen gelten der Jugendgeschichte, der transnationalen Kulturgeschichte und der Sinnesgeschichte. Am BKKK entwickelt er derzeit ein Forschungsprojekt zur Geruchsgeschichte der deutschen Teilung.

Kontakt: mrozek[at]ifz-muenchen.de


Torgeir E. Fjærtoft, Gastwissenschaftler am Berliner Kolleg Kalter Krieg, ist ehemaliger Diplomat und Senior Advisor im norwegischen Außenministerium. Inzwischen arbeitet er als Wissenschaftler zu Geschichte und Theorie außen- und rüstungs(kontroll)politischer Entscheidungsfindungsprozesse mit einem Schwerpunkt auf die DDR der 1980er Jahre. Nach dem Studium der Geschichte, Literatur und Politologie in den USA und Norwegen wurde er Gastlektor an der Universität Greifswald in Folge des Kulturabkommens zwischen Oslo und Ost-Berlin. Anschließend trat er in den Auswärtigen Dienst Norwegens ein mit Stationen in Bonn und an der UNO-Vertretung in New York. Darüber hinaus war er im Außenministerium für EU-Fragen zuständig und zeitweise  als Diplomat in Saudi Arabien tätig. Er hat eine Reihe Artikel veröffentlicht und arbeitet derzeit an einem Buch über westliche Fehlentscheidungen nach dem Ende des Kalten Krieges, verbunden mit der Frage, wie die normative Dominanz des Westens wiederhergestellt werden kann.

Kontakt: torgeiref[at]gmail.com


Prof. Dr. Sylvain Schirmann ist Professor für Zeitgeschichte an Sciences PO Strasbourg, dessen Direktor er von 2006 bis 2015 war. Er ist Inhaber eines Jean Monnet Lehrstuhl und dirigierte seit 2018 den Centre d’excellence Jean Monnet der Universität Strasbourg.  Seine Forschungsthemen und Publikationen widmen sich den deutsch-französischen Beziehungen, der europäische Konstruktion  sowie den Wirtschaftskräften  in den internationalen Beziehungen. Hauptperiode bleibt in seinen Werken das letzte Jahrhundert.  Hierbei einigen Titel : Les relations économiques et financières franco-allemandes 1932 – 1939, Paris, CHEFF, 1995 ; Crise, coopération économique et financière entre Etats européens, Paris, CHEFF, 2000 ; Quel ordre européen ? De Versailles à la chute du III° Reich, Paris, A. Colin, 2006 ; Penser et construire l’Europe 1919- -1992, Paris, SEDES, 2007.


Prof. Dr. Erik Grimmer-Solem, seit 2002 Professor für Geschichte an der Wesleyan University in Middletown, Connecticut, USA, studierte Germanistik, Volkswirtschaftslehre und Sozial- u. Wirtschaftsgeschichte in Provo, London, Cambridge und Oxford und war Harper Postdoctoral Fellow an der University of Chicago. Monographien: „The Rise of Historical Economics and Social Reform in Germany, 1864-1894,“ Oxford University Press, 2003; “Learning Empire: Globalization and the German Quest for World Status, 1875-1919,” Cambridge University Press, 2019. Sein 2013 erschienener Aufsatz in der „Militärgeschichtlichen Zeitschrift“ über General Hans von Sponeck und die Juden der Ukraine wurde im „Spiegel“ und im Bundestag besprochen und führte im Jahr 2015 zur Umbenennung der Graf-Sponeck-Kaserne in Germersheim. Sein aktuelles Forschungsvorhaben untersucht die Verbrechen von Fronteinheiten der Wehrmacht in der südlichen UdSSR und wie dort belastete Offiziere die Erinnerungskultur und Traditionen der Bundeswehr geprägt haben.

Kontakt: egrimmer[at]wesleyan.edu


Prof. Dr. Ute Schneider Studium der Geschichte und Allgemeinen Sprachwissenschaft in Düsseldorf; 1993 Promotion in Darmstadt; 1995 DAAD-Dozentur (University of Victoria, Kanada); 1996 wissenschaftliche Assistentin in Darmstadt, dort 2002 Habilitation; 2004–2007 Lehrstuhlvertretungen in Saarbrücken, Braunschweig, Vechta und Köln; seit 2007 Professorin für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in Duisburg-Essen; 2017/2018 kommissarische Direktorin des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen. Ute Schneider hat das Fellowship des Instituts für Zeitgeschichte München–Berlin beim Historischen Kolleg inne.
Kontakt: ute.schneider[at]historischeskolleg.de

Aktuelle Fellows des Zentrums für Holocaust-Studien

Die Übersicht aller Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler, die derzeit am Zentrum für Holocaust-Studien des IfZ forschen, finden Sie hier

 

Ehemalige Gastwissenschaftler/innen

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler, die in den letzten Jahren am Institut für Zeitgeschichte gearbeitet haben: