Die SED zwischen Mauerbau und Mauerfall. Strukturen, Eliten und Konflikte 1961-1989

Abgeschlossenes Projekt

 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (IfZ):  Dr. Andreas Malycha

Projektinhalt:  

Mit diesem Projekt analysiert Andreas Malycha das strukturelle Innenleben und die Auseinandersetzungen im inneren Machtzirkel der SED. Im Mittelpunkt stehen innerparteiliche Konflikte und Entscheidungsabläufe auf verschiedenen Organisationsebenen, insbesondere auf der zentralen Ebene, die politisch-soziale Entwicklung der Mitgliedschaft sowie das Verhältnis von Parteizentrale und Bezirksebene für den Zeitraum von 1961 bis 1989/90. Dabei spielen politische Auseinandersetzungen, Strömungen und Machtkämpfe innerhalb des Politbüros der SED eine zentrale Rolle. Das betrifft u.a. Konflikte, die aus dem Übergang zu einer exzessiven Sozialpolitik resultierten, die zur Erosion der wirtschaftlichen Grundlagen der SED-Herrschaft beitrug. Gegen die Entscheidung für eine kurzfristige Stabilisierung politischer Herrschaft durch soziale Leistungen auf Kosten der mittel- und langfristigen Stabilität der DDR wurden seit der zweiten Hälfte der 1970er Jahre Einwände erhoben, die zu Auseinandersetzungen in der obersten Führungsetage der SED führten. Motive und Hintergründe dieser Konflikte werden in diesem Projekt anhand der Archivüberlieferungen analysiert.

Damit liegt nun erstmals eine umfassende Darstellung der Herrschaftsmechanismen innerhalb der Staatspartei SED für die Honecker-Ära vor, in deren Rahmen Politbüro, Sekretariat des ZK sowie der zentrale Parteiapparat der SED als die eigentlichen Stützen der kommunistischen Diktatur im Mittelpunkt stehen.

 

 

Publikationen im Rahmen des Projekts:
Die SED in der Ära Honecker.




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