SCHICKSALE – Von Kammerspiele-Mitarbeiter*innen in der NS-Zeit

Vortrag und Lesung

Die Erzählung über die Münchner Kammerspiele im Nationalsozialismus wird üblicherweise beherrscht von der Figur Otto Falckenberg, langjähriger Intendant in der Weimarer Republik und während der gesamten NS-Zeit. Seine 1944 erschienene Biografie „Mein Leben – mein Theater“, zusammengestellt vom damaligen Chefdramaturgen Wolfgang Petzet, ist so geschrieben „als ob es überhaupt kein Drittes Reich gäbe“.

Dass viele Protagonistinnen und Protagonisten aus den frühen Jahren der Münchner Kammerspiele dagegen Opfer von Verfolgung, Vertreibung und Ermordung wurden, taucht in der Erzählung des Theaters bislang kaum auf. Diese fehlenden, ungesagten Schicksale aufzuspüren, an sie zu erinnern und sie in die Erzählung des Hauses einzuweben, ist Anspruch eines andauernden Rechercheprozesses. Die Kammerspiele möchten an diesem Abend mit Lesungen aus Briefen und Archivmaterial an die Opfer der Gewaltherrschaft erinnern. Er findet statt in der Kammer 1 – dem Ort, an dem viele der vergessenen Kolleginnen und Kollegen seit 1926 wirkten.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Instituts für Zeitgeschichte mit den Münchner Kammerspielen.

Mit Magnus Brechtken (Institut für Zeitgeschichte München–Berlin), Zeynep Bozbay und Stefan Merki (Ensemblemitglieder der Münchner Kammerspiele).

ORT

Münchner Kammerspiele
Kammer 1
Maximilianstraße 26-28
80539 München


KARTEN zu 12,- € / erm. 6,- €

TEL. 089 233 966 00
www.kammerspiele.de

 

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