Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1980

2 Bände. Bearbeitet von Tim Geiger, Amit Das Gupta und Tim Szatkowski
Wissenschaftliche Leiterin: Ilse Dorothee Pautsch
LXXXIX, 2115 Seiten

Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1980

Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland

 

München 2011

ISBN: 978-3-486-70219-4 (bestellen)

 

 

 

Ein Klimasturz im Ost-West-Verhältnis prägte das Jahr 1980: Der kurz zuvor verabschiedete NATO-Doppelbeschluss, in dem für den Fall eines Scheiterns von Rüstungskontrollverhandlungen die Nachrüstung amerikanischer Mittelstreckenwaffen in Westeuropa angekündigt wurde, vor allem aber die sowjetische Invasion in Afghanistan und die daraufhin ausgesetzte Ratifizierung des SALT-II-Vertrages drohten, die Ära der Entspannung zu beenden und zu einem neuen Rüstungswettlauf zu führen. Die Gefahr einer Intervention in Polen, wo mit "Solidarnosc" erstmals eine freie Gewerkschaft im Ostblock entstand, verdüsterte die internationalen Beziehungen zusätzlich, ebenso die Geiselnahme amerikanischer Botschaftsangehöriger in Iran. Die Bundesregierung bemühte sich, nicht zuletzt aus deutschlandpolitischen Motiven, diese Spannungen abzubauen, etwa durch Bundeskanzler Schmidts Besuch in der UdSSR. Dafür nahm Bonn Friktionen mit den USA in Kauf, fügte sich aber schließlich, wie schon beim Boykott der Olympischen Spiele in Moskau, der Bündnissolidarität.

 

 

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