Lessons Learned? Der Kosovo-Krieg und UNMIK im Lichte der bosnischen Interventionserfahrungen

Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung des BKKK

Die United Nations Interim Administration Mission in Kosovo (UNMIK) wurde am 10. Juni 1999 eingerichtet. Zu diesem Zeitpunkt verfügte die internationale Gemeinschaft bereits über dreieinhalb Jahre Erfahrung mit der Umsetzung einer zunehmend robusten Peace- und State-Building-Mission in Bosnien-Herzegowina. Diese Erfahrungen haben die Formulierung des UNMIK-Mandats und auch die operative Arbeit stark geprägt. Wichtig waren nicht nur die formellen und informellen „Lessons Learned“, sondern auch persönliche Kontinuitäten, denn viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von internationalen Organisationen in Bosnien-Herzegowina wechselten nun in den Kosovo. Der Vortrag fragt, ob für die Friedens- und State-Building-Mission im Kosovo die „richtigen“ Lehren gezogen wurden — vor allem im Sinne einer effektiveren und nachhaltigeren Friedensförderung und Staatsbildung.

Vortrag von Kristóf Gosztonyi (Humboldt-Universität zu Berlin), Moderation: Franziska Kuschel (Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ringvorlesung des Berliner Kollegs Kalter Krieg im Sommersemester 2026 in Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin und der Bundesstiftung Aufarbeitung statt. Die Ringvorlesung diskutiert anhand ausgewählter Beispiele unterschiedliche Formen, Akteure und Praktiken des Interventionismus in Europa seit 1945.

ORT
Humboldt-Universität zu Berlin
Hauptgebäude, Raum 1072
Unter den Linden 6
10117 Berlin

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wir möchten Sie darüber informieren, dass auf unseren Veranstaltungen Bild- und Tonaufnahmen gemacht werden, die wir für unsere Öffentlichkeitsarbeit verwenden. Sollten Sie nicht fotografiert werden wollen, sprechen Sie uns gerne an.



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