Konflikt und Kollaboration mit dem Achsenpartner

Vom Schutz jüdischer Bürger in den italienisch besetzten Gebieten bis zur Verhaftung der Juden in Italien (1943–1945)

Die italienische Politik war seit der Einführung der antijüdischen Gesetzgebung 1938 auf den vollständigen Ausschluss der Juden aus der italienischen Gesellschaft ausgerichtet. Dennoch verwehrte sich das faschistische Regime bis 1943 vehement dem mörderischen Kurs des deutschen Bündnispartners, schützte die italienischen Juden im Ausland vor Entrechtung und Deportation und lieferte Juden aus den italienisch besetzten Gebieten in Südosteuropa und Südfrankreich nicht aus.

Nach der deutschen Besetzung Italiens im September 1943 radikalisierte sich die Judenpolitik des faschistischen Regimes: Während der sogenannten Republik von Salò (Italienische Sozialrepublik, RSI) wurden tausende Juden durch italienische Einsatzkräfte verhaftet, in Gefängnissen und Lagern interniert und den Deutschen zur Deportation in das Vernichtungslager Auschwitz und andere Lager ausgeliefert.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Jüdischen Kulturmuseum Augsburg-Schwaben und dem Bukowina-Institut an der Universität Augsburg statt.

Mit Sara Berger (Fondazione Museo della Shoah, Rom / Bearbeiterin des Beitrags zu Italien im 14. Band von „Die Verfolgung und Ermordung der Europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland, 1933-1945“), Andrea Löw (Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin)

ORT
Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben
Festsaal der Synagoge
Halderstraße 6-8
86150 Augsburg

EINTRITT
5 Euro (ermäßigt 3 Euro)
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Wir möchten Sie darüber informieren, dass auf unseren Veranstaltungen Fotoaufnahmen gemacht werden, die wir für unsere Öffentlichkeitsarbeit verwenden. Sollten Sie nicht fotografiert werden wollen, sprechen Sie uns gerne an.



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