„Glokalisierung“

Vom Nutzen und Nachteil eines Forschungskonzepts

Dass die Globalisierung zu den Grundprozessen der jüngsten Zeitgeschichte gehört, ist fast schon eine Binsenweisheit. Was sie bedingte, welche Wirkungen sie zeitigte, was sie dynamisierte oder wo ihre Grenzen lagen – diese Fragen diskutiert die Geschichtswissenschaft derzeit kontrovers. Bislang wenig beachtet wurde die Veränderungsdynamik, die sich mit der neuen Globalität im Regionalen und Lokalen entwickelte. In Städten und Gemeinden, Kreisen und Regionen wurde das Globale alltäglich erfahrbar, öffnete Möglichkeiten, zerstörte Strukturen, wurde umarmt und bekämpft. Zugleich prägten sich dem Globalen lokale und regionale Charakteristika ein. Unter dem Schlagwort der Glokalisierung nimmt das interdisziplinär besetzte Podium diese Prozesse in den Blick.

Die Podiumsdiskussion ist Teil des Workshops „Regionalität und Globalität in der jüngsten Zeitgeschichte Europas“, einer Kooperation mit dem LWL-Institut für westfälische Geschichte Regionalgeschichte Münster und der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg.

Podiumsdiskussion mit Angelika Epple (Universität Bielefeld), Martina Steber (Institut für Zeitgeschichte München–Berlin), Malte Thießen (LWL-Institut für westfälische Geschichte Regionalgeschichte, Münster) und Benno Werlen (Universität Jena). Moderation: Kiran Klaus Patel (Universität Maastricht).

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