Die Politik des „Antifaschistischen Humanismus“

Kulturelle Erneuerung als Entwurf für „das andere Deutschland“ (1935–1953)

Nach der Niederlage der Volksfront bei der Saarabstimmung 1935 verlagerte sich das Interesse antifaschistischer Intellektueller im Exil auf einen kulturellen Gegenentwurf zum nationalsozialistischen Deutschland. Dieser zielte auf die Wiedererweckung eines vage definierten Humanismus der Weimarer Klassik und vereinte damit ältere konservative Traditionen mit der Ideologie der KPD-gesteuerten Volksfront. Die vielfältigen Stränge dieses „antifaschistischen Humanismus“ kulminierten in dem 1945 in der sowjetischen Besatzungszone gegründeten „Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands“, dessen überparteiliche Ansprüche jedoch sowohl aufgrund seiner politischen Instrumentalisierung als auch seiner eigenen Widersprüche scheiterten.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung statt.

Vortrag von Andreas Agocs (University of the Pacific).

ORT
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