Die Bundesrepublik und der globale Süden im Kalten Krieg

05.06.2018 - 18:00 Ort: Berlin


Anfang der 1970er Jahre gewann die Bundesrepublik Deutschland mit ihrem Beitritt zu den Vereinten Nationen neuen außenpolitischen Handlungsspielraum. Gleichzeitig rückten der globale Nord-Süd-Gegensatz und Menschenrechtsfragen in den Blickpunkt der internationalen Politik. Wie die Bundesrepublik auf diese neuen Herausforderungen reagierte, beleuchtet der zweite Band des „German Yearbook of Contemporary History“. Deutsche und internationale Experten zeigen, dass die bundesdeutsche Außenpolitik gegenüber dem globalen Süden in erster Linie den Denk- und Handlungslogiken des Kalten Krieges sowie ökonomischen Interessen folgte. Parteien, soziale Bewegungen und Medien dynamisierten hingegen das Menschenrechtsthema. Dabei unterschätzten die Akteure den Aufstieg eines neuen Faktors, der bis in unsere Gegenwart zentrale Bedeutung hat – den radikalen Islamismus.


Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Bundeskanzler Willy-Brandt-Stiftung, dem Berliner Kolleg Kalter Krieg und dem Verlag De Gruyter Oldenbourg statt.

Mit Agnes Bresselau von Bressensdorf, Elke Seefried (beide Institut für Zeitgeschichte München – Berlin) und Bernd Rother (Bundeskanzler Willy-Brandt-Stiftung). Moderation: Bernd Greiner (Berliner Kolleg Kalter Krieg).

ORT
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