Auf dem Weg zum Vierten Reich?

Mauerfall und deutsche Einheit in internationaler Perzeption

„Sofort, unverzüglich“ – Am 9. November 1989 geschah das Unerwartete: Nach Monaten, in denen zehntausende Menschen geflohen waren, öffnete die Regierung der DDR die Grenzübergänge nach West-Berlin. Selbst gut informierte Diplomaten hatten dies nicht kommen sehen. Ihre ersten Reaktionen enthielten vor allem Bedenken und Warnungen vor einem "Schreckgespenst der Wiedervereinigung", das die Stabilität in Europa gefährden könnte. Befördert durch die Bundesregierung in Bonn, geriet jedoch zunehmend die deutsche Einheit in den Fokus der Entwicklungen. Das Tempo der Ereignisse stellte die diplomatischen Vertreter aller Nationen vor große Herausforderungen. Basierend auf einer neuen Edition, die erstmals Dokumente aus elf Staaten – darunter nicht nur der Hauptsiegermächte des Zweiten Weltkriegs und der meisten Nachbarstaaten Deutschlands, sondern auch aus Kanada, Israel und der Türkei – zusammenführt, bietet Marc Dierikx einen packenden Blick von außen auf den Fall der Mauer und die deutsche Einheit.

Vortrag mit Marc Dierikx (Huygens Institut der Königlichen Akademie der Künste und Wissenschaften, Amsterdam).

Der Vortrag ist Teil der Ringvorlesung „Das Ende des Kalten Krieges“ im Wintersemester 2019/2020.
Weitere Informationen und alle Termine finden Sie im Programm

ORT
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