Carl Steinhoff: Intellektueller, Sozialdemokrat, Stalinist

Zur Biografie des ersten DDR-Innenministers

Carl Steinhoff machte in der Weimarer Republik als preußischer Spitzenbeamter Karriere. 1933 wurde der promovierte Jurist aus allen öffentlichen Ämtern entfernt, weil er SPD-Mitglied war. 1945 avancierte Steinhoff, der während der NS-Diktatur zurückgezogen bei Potsdam gelebt hatte, in der Sowjetischen Besatzungszone zum Ministerpräsidenten Brandenburgs und wurde DDR-Innenminister.

Lutz Maeke hat die ambivalente Biografie Carl Steinhoffs erstmals wissenschaftlich untersucht. Er fragt nach dessen familiärer Sozialisation, nach Prägungen und Motiven seines beruflichen Engagements vor und nach 1945. Dabei ordnet er Steinhoffs Lebensweg in die Geschichte der Sozialdemokratie ein und betrachtet ihn im Kontext einer in der frühen DDR betriebenen Instrumentalisierung bürgerlich-liberaler Politiker der Weimarer Republik.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung und dem Wallstein Verlag.

Buchvorstellung und Diskussion mit Lutz Maeke (Institut für Zeitgeschichte München–Berlin), Jürgen Steinhoff (Enkel Carl Steinhoffs), Andreas Wirsching ((Institut für Zeitgeschichte München–Berlin), u.a. Moderation: Bernd Rother (Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung).
 

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