Das Kanzleramt

Bundesdeutsche Demokratie und NS-Vergangenheit

Als politische Schaltzentrale der Bundesrepublik wirkte das Bundeskanzleramt ab 1949 steuernd, planend und koordinierend auf alle Bereiche des Regierungshandelns ein. Der Doppelvortrag geht zum einen der Frage nach, welche Weichen die leitenden Akteure im Kanzleramt vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen und Überzeugungen für den Wiederaufbau der Demokratie stellten und wie sich der Umgang der Kanzleramtschefs mit der neuen Staatsform im Austausch mit Behörden, Parteien und anderen Ansprechpartnern bis in die frühen 1970er Jahre gestaltete. Zum anderen wird beleuchtet, welchen Stellenwert die NS-Vergangenheit für die politische Praxis des Kanzleramts in den ersten drei Jahrzehnten seines Bestehens besaß, wie das Amt auf Kritik an personellen Kontinuitäten reagierte und welche Bedeutung den Themen Verfolgung, Widerstand und Exil in der täglichen Arbeit zukam.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung.

Vortrag mit Christian Mentel (Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam) und Nadine Freund (Institut für Zeitgeschichte München–Berlin).


ORT
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