Der Holocaust in Forschung, Lehre und Öffentlichkeit

Chancen und Herausforderungen

Seit den 1990er Jahren ist der Holocaust ins Zentrum einer nahezu weltweiten Erinnerungskultur gerückt. Auch die Forschung hat seitdem einen enormen Aufschwung erlebt, sodass man geradezu von einer Erfolgsgeschichte sprechen könnte. Hinter der glänzenden Fassade sind jedoch Defizite, Probleme und Herausforderungen erkennbar, die auf der Podiumsdiskussion näher in den Blick genommen werden sollen: Wie geht die Forschung mit dem Problem von Über-Spezialisierung und Verinselung um? Wie begegnet sie dem Vorwurf, eine moralisch aufgeladene Faktenhuberei zu betreiben? Wie sind die Probleme des Wissenstransfers zu lösen, z.B. die mangelnde Expertise an den Universitäten oder die fehlenden Fortbildungsangebote für Lehrer? Wie geht die Forschung mit dem Problem um, dass ihre Erkenntnisse in den landläufigen Bildern über den Holocaust so gut wie keinen Niederschlag gefunden haben?

Die Veranstaltung ist Teil der Special Lessons and Legacies Conference on the Holocaust „The Holocaust and Europe” und findet in englischer Sprache statt.

Diskussion mit Andrea Petö (Central European University, Budapest), Hana Kubátová (Karls-Universität Prag), Frank Bajohr (Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte München–Berlin) und Dieter Pohl (Universität Klagenfurt). Moderation: Christopher R. Browning (University of North Carolina). Einführung: Sarah Cushman (Holocaust Educational Foundation der Northwestern University). Begrüßung: Bernd Huber (Präsident der Ludwig-Maximilians-Universität München).
 

ORT
Ludwig-Maximilians-Universität
Große Aula
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München
 

ANMELDUNG
nicht erforderlich
 

Wir möchten Sie darüber informieren, dass auf unseren Veranstaltungen Fotoaufnahmen gemacht werden, die wir für unsere Öffentlichkeitsarbeit verwenden. Sollten Sie nicht fotografiert werden wollen, sprechen Sie uns gerne an.



© Institut für Zeitgeschichte