Frankreich und das Ende des Kalten Krieges

Gefühlsstrategien der Équipe Mitterrand 1981–1990

Wie finden Akteure der internationalen Beziehungen Auswege aus Konfrontationen? Das Bild der französischen Präsidentschaft zwischen "Zweitem Kalten Krieg" und deutscher Wiedervereinigung ist in der Forschung bislang von großer Ambivalenz geprägt. Mit dem Ende der Entspannung zwischen Ost und West, Blockaden in der europapolitischen Zusammenarbeit und transatlantischen Konflikten wurde der Übergang von den 1970er zu den 1980er Jahren von Zeitgenossen als umfassende Krise empfunden. Zudem trat François Mitterrand das Amt des französischen Präsidenten in der Erwartung eines gewaltigen politischen Umbruchs an: Er ging davon aus, dass die Sowjetunion auf mittelfristige Sicht zu geschwächt sein würde, um die Dominanz über ihr Imperium aufrechtzuerhalten. In den 1980er Jahren entwickelte die équipe Mitterrand Ideen und Konzepte zu einer umfassenden Neustrukturierung der internationalen Staatengemeinschaft. Mit spezifischen, auf Emotionen basierenden Strategien versuchte sie, sich und anderen Akteuren neue Handlungsspielräume zu generieren und dadurch Auswege aus den Konfrontationen zu eröffnen.

Die Veranstaltung wird gemeinsam vom Berliner Kolleg Kalter Krieg und der Humboldt-Universität zu Berlin ausgerichtet. Das Berliner Kolleg Kalter Krieg ist ein Projekt des Instituts für Zeitgeschichte München - Berlin, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Humboldt-Universität zu Berlin.

Vortrag von Frederike Schotters (Universität Tübingen).


ORT
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6
Hörsaal 1070
10117 Berlin

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