Vergessene Kriegsverbrechen

Der Luftkrieg und die Ermordung alliierter Flieger im 2. Weltkrieg

In der Nacht vom 24. auf den 25. März 1944 brachen 76 Piloten der Royal Air Force und der Royal Navy aus einem Kriegsgefangenenlager in der Nähe der schlesischen Stadt Sagan aus. Die meisten von ihnen wurden schnell gefasst und auf persönlichen Befehl Adolf Hitlers erschossen. In München ermordete die Gestapo am 29. März 1944 die beiden Offiziere Johannes Gouws und Rupert Stevens. Anfang der 1960er Jahre verfilmte John Sturges die legendäre Flucht der alliierten Soldaten aus Sagan. Die Handlung wurde nach Bayern verlegt, das Kriegsgefangenenlager im Perlacher Forst nachgebaut. Durch seine hohe Authentizität und eine Reihe von bekannten US-amerikanischen, britischen und deutschen Schauspielern wie Steve McQueen, James Garner, Richard Attenborough, Charles Bronson und Hannes Messemer wurde „The Great Escape“ zum Blockbuster. Den 75. Jahrestag des Films nehmen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Anlass, über aktuelle Trends in Forschung und Erinnerungskultur zu den fast vergessenen Kriegsverbrechen der Nationalsozialisten an alliierten Fliegern zu diskutieren.

Anlässlich des 75. Jahrestages wird der Film „The Great Escape“ (1963) am 24. März in den City Kinos gezeigt (OmU).

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Koordinierungsstelle ǀ Erinnerungszeichen, der Münchner Stadtbibliothek, dem Haus der Geschichte Österreich, dem Polizeipräsidium München und den City Kinos statt.

Podiumsdiskussion mit Wolfgang Form (Forschungs- und Dokumentationszentrum Kriegsverbrecherprozesse an der Philipps-Universität Marburg), Sven Keller (Institut für Zeitgeschichte München–Berlin), Susanne Meinl (München), Nicole-Melanie Goll und Georg Hoffmann (beide Haus der Geschichte Österreich). Moderation: Dietmar Süß (Universität Augsburg). Grußwort: Hubertus Andrä (Polizeipräsident München).

ORT
Gasteig, Carl-Amery-Saal
Rosenheimer Straße 5
81667 München


Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.

 


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